|
|
 |
 |
|
Bilder des Monats 2009
An dieser Stelle soll eine Bildergalerie von besonders interessanten Bildern stehen. Diese müssen jedoch nicht unbedingt
etwas mit dem Klettern zu tun haben, sie müssen auch nicht unbedingt von mir sein. Sie sollten aber irgendwie besonders, interessant oder einfach selten sein. Wer etwas hat, ab in den Mailanhang und an webmaster@kletterphoto.de Ich freue mich auf euere Zuschriften.
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
|
Januar 2009
Martin Weberpals in der Südwestkante des Hauptturms am Katzenbuckel. Das Bild wurde aufgenommen am 31.12.08, unserem
traditionellen Silvester Abklettern. Eine Tradition, die ich - einfach aus Blödsinn irgendwann eingeführt hatte, als bei der Suche nach einem Programm unserer Klettergruppe jemand meinte: Wann machen wir denn das
Abklettern im Frankenjura, am ersten Oktoberwochenende? Wir kletterten damals schon möglichst das ganze Jahr, daher warf ich ein: Mein letzter Klettertag ist der 31.12. Also machten wir das so, egal bei welchem
Wetter. Oft kommt dabei zwar nur eine oder zwei Routen raus, bis man sich verstört in eine Kneipe zurückzieht, doch dieses Mal gab es einen zwar etwas kühlen, aber sehr schönen Klettertag, an dem wir viele Routen
klettern konnten. Eine der spektakulärsten Routen ist die SW-Kante, berühmt durch ihren Aufhocker, der auf dem Bild zu sehen ist. Photographiert mit Panasonic DMC FZ-50
|
|
|
|
 |
|
|
|
Februar 2009
Dieter Hittinger an der Eulenwand. Aber nicht nur Dieter ist auf diesem Bild gut zu erkennen, sondern auch mein
“Mitbringsel” zur Eulenwand im Vordergrund - eine Flasche EKU Pils. Die Tragik an dieser Geschichte mit dem Bild: Ich hatte das Bier bereits Tage vorher in meinen Rucksack gesteckt. Nicht weiter
tragisch, außer der Tatsache, daß ich meinen Rucksack stets im Kofferraum meines Alfas liegen habe. Nun war es ja schon wochenlang recht kalt gewesen mit Temperaturen stets unter Minus 10°C. In der Nacht zum Sonntag
wurden allerdings Minus 18°C erreicht und ich fürchte viel höher waren die Temperaturen im Kofferraum sicher auch nicht. Wohl wissend, daß sich bei Temperaturen um die Null in der Sonne mein gutes Stück auch kaum
von selber erhitzen würde vertraute ich trotzdem auf die dunkle Flasche und deren Absorbtionsverhalten. Irgendwann war mir aber das Absorbtionsverhalten egal, ich wollte einen Schluck des kühlen Hopfen-Kaltschalen
Getränks. Ansehen allein löscht keinen Durst, also ein Feuerzeug geschnappt und weg mit dem Deckel. Dummerweise währte die Vorfreude nur wenige Sekunden, nämlich ungefähr so lange, bis die etwa fünf Sekunden
rum waren, in deren die Flasche aufgrund des fehlenden Drucks komplett durchfroren war. Und so verlockend der Anblick im Bild auch ist - ich mußte bis zum Abend warten, bis mich ein kühler Trunk in Huppendorf von
dieser Pein erlöste... Photographiert von Michael Renner mit Panasonic DMC TZ3
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
März 2009
Die Großziegenfelder Wände im Ziegenfelder Tal. Derart viel Schnee wie in diesem Jahr befand sich die letzten Jahre
nicht mehr im Frankenjura, von Klimakatastrophe ist augenblicklich wenig zu spüren. Und war letztes Jahr bereits der Februar gut sonnig und Südseiten waren angenehm zu klettern ist dieses Jahr die Saison noch nicht
so richtig eröffnet. Wir wollten das nicht wahrhaben, zeigte sich Lichtenfels und Bamberg doch bereits schneefrei und mit milden Temperaturen und waren am 1.März zuversichtlich, wenigstens ein paar Meter klettern zu
können. Doch leider hat die Fränkische immer noch Überraschungen bereit, der Schnee war kaum getaut und wenn er taute, so nässte er alle Felsen ein. Aber der Treunitzer Klettergarten ist eigentlich immer eine
sichere Bank, so dachten wir uns, doch wie viel Schnee noch lag merkte man dort erst. Und wieviel Schnee noch weg muß wurde klar an einer 30er Zone mitten auf der Straße nach Treunitz. Unter dem Schild stand: Straße
teilweise überflutet und ich glaubte dies erst, als zwei Meter hohe Wasserfontänen rechts und links der Reifen weg spritzten. Die Wiesent war kurz vor dem Überlaufen, aber Schnee - ja der ist immer noch da.
Hoffentlich hat das jetzt bald mal ein Ende... Photographiert mit Panasonic DMC FZ-50
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
April 2009
Im Bild: Susanne Artmann in “Red Line”, eine der imposantesten Linien in Lumignano. Schon Ende März waren
wir zumindest zwei kurze Klettertage in Lumignano, aber Anfang April sollte es dann noch für eine Woche klappen. Das ist eigentlich auch die beste Jahreszeit für Lumignano, denn die geradezu explodierende Natur
zaubert wunderbare Farben in die Landschaft. Die “Red Line” ist knapp 60m hoch und nur auf zwei Seillängen zu gehen, dann kann man am Stand schon mal etwas Photosynthese betreiben, genügend Sonne dazu
gibt es jedenfalls. Den Namen der Route kommt von einer Einlagerung von Eisen im Fels, das heißt der Felsen rostet. Der Rost wird ausgewaschen und läuft als rosa Linie über die Wand, daher ist die Route wirklich
nicht zu verfehlen. Einziger Wermutstropfen der Route: Man hätte sie im gleichen Grad drei Meter unterhalb des Pfeilers enden lassen können. Oder eine Umgehungsvariante rechts raus gehen können. Aber: Die letzten
drei Meter bestehen (leider wieder) aus künstlichen Griffen. Schade, daß eine solche Linie so verschenkt wurde. Photographiert mit Panasonic DMC FZ-50
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
 |
|
Mai 2009
Die Klinge (Großziegenfelder Wände) im Mai 2009. Eigentlich könnte man sich ja freuen über die EU und die Gelder für den
Naturschutz, wurde hier doch eine vorbildliche Felsfreistellung realisiert. Eigentlich - denn eigentlich hat das ja gar nix mit Naturschutz zu tun, denn die Natur war vor der EU auch schon da. Und das die alte
Wäschetrommel und die dazu gehörige Waschmaschine immer noch dort liegt, verschweigt das obere Bild. Und mit ein wenig mehr an Aufwand hätte man die alten Schienen wieder freilegen können, einen kleinen Weg zur
alten Seilwinde bauen können und auf die Geschichte des Bergbaus ein wenig eingehen können, eine kleine Hinweistafel hätte da ja schon genügt. Aber wir wollen ja nicht zu viel verlangen.
Photographiert mit Casio Exilim EX-S600
|
|
|
 |
|
|
|
Juni 2009
Der Webmaster in “S-Kurve” in Niesten. Bei der Nennung des Namens “Niesten” kommt - wenn es
um die Diskussion über Kletterziele geht - nicht immer stürmischer Applaus bei meinen Kletterpartnern auf. Eigentlich auch kein Wunder, bietet Niesten doch auch einige Eigenheiten, die den modernen Sportkletterer
nicht zwangsweise in Verzückung bringen: Das Gebiet ist teilweise brüchig, nicht immer vorbildlich gesichert, oft ohne Umlenkhaken, so das man auch mal eine Standschlinge mitbringen muß. Ach ja,
Höchstschwierigkeiten bietet das Gebiet auch nicht, bei 7+/8- ist auch schon Schluß. Aber: Dort habe ich klettern gelernt: Es war das nächst gelegene Gebiet von meiner Heimatstadt Kulmbach aus, also waren wir immer
dort. Aber auch heute gehe ich noch gerne hin, bietet doch das Gebiet etwas, was man sonst immer seltener findet: Einen Hauch von Alpinismus. Photographiert von Uwe Hollfelder mit Panasonic DMC FZ-50
|
|
|
 |
|
|
|
Juli 2009
Uwe Hollfelder auf dem Gipfel des Campanile di Val Montanaja. beim Läuten der Gipfelglocke. Nun fragen sich wohl einige,
was ist denn eigentlich der Campanile di Val Montanaja und muß man das kennen? Die Antwort ist eindeutig, sie lautet: Jein! Nun, ganz so eindeutig wäre vor hundert Jahren die Antwort nicht ausgefallen, war doch
zu Beginn des letzten Jahrhunderts dieses Gebiet eines der beliebtesten Betätigungsfelder deutscher und österreichischer Kletterer. Nach den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts viel dieses Gebiet allerdings
der Vergessenheit anheim - die großen Erstbegehungen der Dolomiten (ja, es sind die Dolomiten, in der der Turm liegt, wenn auch eher an deren Rand) wurden wo anders gemacht. Aus diesem Dornröschenschlaf ist es
allerdings nie wieder aufgewacht, was einerseits schade ist, andererseits aber das Beste, was diesem Juwel der Dolomiten passieren konnte. Hier ist einfach alles anders - die Straßen manchmal unpassierbar, die Wege
zu den Felsen weit, das Gestein meist alles andere als fest und die Abstiege oft unklar und schwer zu finden. Und das ist auch der Grund, warum dieses Gebiet auch weiterhin gute Chancen hat das zu bleiben, was es
ist: Ein echtes Abenteuer. Eine Bildergalerie dazu findet ihr hier!
Photographiert mit Casio Exilim EX-S600
|
|
|
 |
|
|
|
August 2009
Schafe am gesprerrten Gebiet des Wasserturms in Burglesau. Haken findet man immer noch dort, aber sie sind verrostet
wohl nicht mehr so ganz Vertrauens erweckend - aber es gibt sie. Kommt man von Gräfenhäusling die kleine Straße Richtung Burglesau, so fällt der Wasserturm gleich auf. Uns viel hier eher eine Herde Schafe auf und -
im Bild unten links: Ein Esel. Dieser entpuppte sich dagegen weniger als solcher, eher das Schaf im Bild ganz oben. Wie das der durchaus bemühte Hirtenhund allerdings da wieder runter bekommen hat, das entzieht sich
meiner Kenntnis. Und das Schafe derart futterneidisch sind, das wußte ich bis dahin auch nicht. Die hätten sich da oben an der Kanzel fast selbst runtergeschubst, nur um an die schönsten Blätter zu kommen. Da sag
noch einer Esel zum Esel. Übrigens - wir sind die Straße wieder zurück gefahren, aber augenscheinlich gab es keine Toten... Photographiert mit Panasonic DMC FZ-50
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
September 2009
Walter Krasser in “Picknickpatroulie” im Treunitzer Klettergarten. Die Route ist relativ neu, sie wurde
im April 2009 von mir gebohrt und sogar das Bohren hatte - obwohl das ja immer viel Arbeit ist - einen gewissen Reiz. Ich hatte Urlaub aber wenn das meine Frau nicht hat, so ist halt auch wegen dem Hund um Fünf Uhr
früh die Nacht vorbei. Die Route war klar, der Routenname dagegen noch nicht. Irgendwann war die Assoziation dann aber da, weil Rocky ein ziemlich großes Stück Käse eines befreundeten Fürther Kletterers mitsamt
Kunststoffhülle einfach verspeiste. Hingekommen, Käse entdeckt und schon war er weg, verdaut mit Plastik...
Das Licht für solche Photos ist oft recht gut, die Abendsonne ist fast schon ein Garant für gute Bilder dort. Photographiert mit Panasonic DMC FZ-50
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Oktober 2009
Klaus Funk an der Neidensteiner Wand. Die Wand ist erst im Frühjahr 2009 veröffentlicht worden, demzufolge war der
Run auf die Wand zeitweise recht hoch, eigentlich höher, als sie es verdient hat. Nichts desto trotz, die Routen sind nicht schlecht, lediglich einige Bewertungen zeugen von der Arroganz des Erstbegehers. Läßt man
aber all dies beiseite, so ist in der Tat eine schöne Wand entstanden, die allerdings nicht bei feuchtem Wetter besucht werden sollte, da die noch vorhandene Flechtenauflage die Tritte dann unglaublich glatt macht.
Ist das aber einmal abgetrocknet werden die Routen deutlich angenehmer. Photographiert mit Panasonic DMC FZ-50
|
 |
|
|
 |
 |
 |
|
Dezember 2009
Uwe Hollfelder an der Samestase bei Steinfeld. Gerade zur kalten Jahreszeit ist das kurze Wändchen oberhalb des
Parkplatzes wenige Meter vor Steinfeld eine gute Möglichkeit, wenigstens ein paar Meter echten Fels unter die Finger zu bekommen. Die Routen sind kurz genug, um sich mitunter einmal wieder die Finger aufwärmen zu
können. Leider sieht das Bild wärmer aus, als es ist, denn es muß schon anständig die Sonne scheinen, soll die Wand ein wenig warm werden. Aber immer wieder gelingt es einem der vielen Löcher, anständig kalt zu
bleiben. Gelegentlich auch einmal mit Eiseinlage. Photographiert mit Casio Exilim EX-S600
|
|