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        by Jürgen Kremer

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Kletterführer für das Oberste Wiesenttal und das Paradiestal

Ein Vorgeschmack für die dritte Auflage des Kletterführers für die
Nördlichste Fränkische Schweiz
1. Auflage Februar 2012

“Willst Du Dir das wirklich nochmal antun?” war die erste Frage, als ich irgendwann etwas beiläufig erwähnte, eine dritte Auflage meines “Kletterführer für den Nördlichsten Frankenjura” heraus zu bringen. Einen kurzen Augenblick überlegte ich mir die Antwort, andererseits - was macht man an den langen Abenden im Winter? Dschungelcamp oder Quizshow? Zimmer aufräumen? Keine wirklich lohnenden Alternativen, also habe ich eben angefangen, an einem neuen Kletterführer zu schreiben. Dummerweise ist das bei mir etwas schwieriger, da ich das Layout, die Zeichnungen und die Karten alles selber mache. Was sich manchmal etwas nach Sysyphos anfühlt. Nun, einige Monate später im Februar 2011 war der erste Auswahlführer fertig, ein Jahr danach erscheint nun die Erweiterung: Oberstes Wiesenttal und Paradiestal.
Immer gibt es Dinge, die man noch etwas besser machen könnte. Um mir das zu sagen, genau dazu seid ihr aufgerufen. Jedem verkauften Führer liegt ein Fragebogen bei, der nur noch beantwortet werden muß. Und damit leistet Ihr einen Beitrag zur Gestaltung der dritten Auflage 2014. Und dieses Datum ist näher als man denkt...

Kletterführer für das Oberste Wiesenttal und das Paradiestal

Titelbild: Bettina Hoffmann in “Ameisenweg” an der Samestase

Kletterführer für das Oberste Wiesenttal und das Paradiestal, braucht’s denn sowas wirklich?

Nun, kommt drauf an. Zumindest handelt es sich bei dem kleinen Büchlein um das im Augenblick aktuellste Werk zu den Routen im Obersten Wiesenttal und dem Paradiestal. Kommt man denn auch ohne dieses 82 Seiten starke Standardwerk zum Klettern dort aus? Ja, man kommt. Alle bisher erschienenen Führer anderer Autoren liefern ebenfalls den Großteil der Informationen, die in diesem Führer zusammengetragen wurden. Daher kann die Liste der Neuerungen sich nur auf marginale Veränderungen von Stil oder Erscheinung eines Kletterführers beziehen.

Neu etwa ist: GPS Koordinaten, nicht nur für den Fels, auch für den Parkplatz. Gebietsneulinge müssen also nicht lange suchen, wenn ihr Navigationssystem oder ihr Mobiltelefon sagt: “Hier bist Du richtig!” so ist man auch richtig. Ein Punkt, den ich schon kontrovers diskutiert habe, auch ein anderer Standpunkt: Wenn Du nicht mal den Parkplatz findest, so brauchst Du auch nicht zum Fels. Dann bist Du einfach zu doof dazu. Gut, diesen Standpunkt kann man teilen, andererseits bietet die moderne Navigation ein probates Mittel zum streßfreien Erreichen von Zielen, die man nicht schon 100 Jahre kennt. Klar, ich brauche kein Navi, um nach Steinfeld zu kommen...
Auch neu: Die Übersichtsphotos über die Gebiete. Wenn es irgendwie geht und ein guter Photostandpunkt möglich ist, so ist das natürlich eine feine Sache. Leider habe ich mich bis jetzt nur an die leichtesten Aufgaben gewagt, wer Steinfeld kennt, der wird sicherlich nicht glauben, es wäre irgendwie schwierig gewesen, die Wände in der Zusammenfassung photographieren zu können...
Noch nicht so richtig neu: Kletterphotos. Nun, eigentlich hätte ich hier schwelgen können in einem Bilderreigen, allerdings geht das halt immer auf Kosten des Drucks, nein besser umgekehrt auf die Druckkosten. Hier habe ich noch keinen Rat...jedenfalls nochmal eine stattliche Summe an Euro beischiessen wie beim Führer 2004 möchte ich nicht mehr - wenn also jemand diese Zeilen liest und weiß, wie man Kleinauflagen halbwegs günstig auf die Reihe bekommt: Bitte melden!
Neu bei den Beschreibungen: Die Routenlänge ist jetzt auch erwähnt. Das kann wichtig sein, hat man ein Seil schon öfters mal abgeschnitten, ansonsten kann man im Frankenjura fast immer mit einem 60m Seil auskommen.
Alt aber immer noch innovativ: Der Schwierigkeitsgrad direkt im Topo. Nein, nicht die Schweizer haben das erfunden. Eine einfache Überlegung, fast banal. Aber: Wie sucht sich ein Kletterer die Routen aus in einem Gebiet, das er nicht kennt? Er kuckt nach seinem Schwierigkeitsgrad! Man kann das lösen (wie alle anderen Führerautoren) über endloses Hin- und Her Blättern oder dadurch, daß man den Grad eben unters Topo schreibt. Eigentlich eine so lächerlich einfache Lösung...
Was auch noch neu ist, aber sicherlich lieber verheimlicht werden sollte: Einige Fehler, die sich im ersten, 54 Seiten starken Bändchen nur über das Oberste Wiesenttal eingeschlichen hatten, die sind jetzt raus. Die meisten werden es aber nicht bemerkten, handelte es sich zum Großteil nur um Nomenklaturfehler.

 

KAUFEN?

Ach ja, auch das noch. Es wäre sinnvoll, Umschichtungen aus Risikopapieren vorzunehmen, um die schwierig zu stemmende Summe von 4,00 Euro plus Versand (0,85 €) irgendwie in den Griff zu bekommen. Im Prinzip echter Wucher. Aber so ist sie nun mal, die von Profitgier zerfressene Gesellschaft.
Und wie bestellen? Naja, halt ein Mail. Ein Bestellformular zu programmieren, war mir bei dem Verkaufspreis nicht möglich. Es gibt auch keinen Online Shop. Es gibt keine Sexgeschichten, keine Plagiate, keine Amigo Vorwürfe. Also: Alles echt! Ach noch was: Wenn Ihr mal etwas warten müßt, so kann das sein, weil ich muß den Führer ausdrucken, er muß geschnitten werden und lauter solche Sachen, die eine pünktliche Auslieferung verhindern....

Jürgen

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