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Antwort an Volker:
Vielen Dank für Deine Bilder, wieder durfte ich sehr schmunzeln! Zur Erklärung warum mir dieses Schmunzeln kam: Der Ruppberg 2500 stammt noch aus den Zeiten des kalten Krieges und war einer der wenigen “Exportschlager” der ehemaligen DDR. Dies hatte - davon abgesehen - auch einen Grund! Der Preis!
Der Karabiner kostete lange Zeit im ehemaligen VauDe Katalog (Selewa war sich damals zu “fein” dazu, das Ding zu vertreiben) sagenhafte 5,90 DM !!! Gut, damals war alles noch billig, nicht aber
Karabiner! Die “guten” Camp, Salewa oder Kong Bonaitti waren auch damals kaum unter 20 Flöppen zu haben, für die schwarzen “ultralight” Karabiner von Camp (33g!) mußte man sogar noch einen
Zehner drauflegen. Für viele Kletterer, die dringend jede Menge Karabiner brauchten, oft aber nicht das notwendige Kleingeld dafür hatten, war die Entscheidung daher schnell gefällt: Lieber 4 unförmige DDR-Karabiner
als ein Camp. Natürlich ging es mir genauso! Was Volker hier unter den Scanner gelegt hat ist sogar noch die “Urform” dieses Klassikers, etwas später (als ich mir die Dinger kaufte) wurde die Eloxierung
in ein modisches Violett geändert! Was man auf den Bildern dennoch nicht erkennt: Die Dinger waren irgendwie unförmig, die teuren Camp Karabiner waren eben doch einfach um genau den selben Betrag schöner, wie sie
auch mehr kosteten! Außerdem waren das ja auch die Karabiner des “Klassenfeindes”, man mußte aufpassen, hier nicht in irgendwelche Schubladen gestoßen zu werden bei den älteren Kletterern, die schön brav
ihre Simonds oder Cassins kauften. Ergebnis: Die Dinger blieben im Rucksack! Erst wurden die “guten” westlichen Karabiner ausgepackt und erst dann, wenn einen niemand sah, kamen die Ruppberg dran.
Denn - mit diesen alpin unerfahrenen Elbsandsteinfuzzis auf eine Stufe gestellt zu werden, na, das wollte man dann doch auch nicht riskieren! Oder riskierte es manchmal und triumpfierte sogar: In technisch zu
kletternden Routen! So scheiße die Dinger auch aussahen: Durch ihre sehr runde Form waren sie optimal dafür geeignet, den “eisernen” Griff zu verwenden. Wärend andere - durch die scharfe Form ihrer
Karabiner bedingt - bereits in ihren Trittschlingen saßen turnte man noch locker von Haken zu Haken (die Freikletterbewegung rückte bereits an, auch in technischen Routen war es nun Ziel, möglichst wenig Material zu
verwenden). Was einen allerdings - als die Dinger erst mal als solche ausgemacht wurden - allerdings noch mehr böse Blicke einbrachte. Für diese Serie habe ich - genau wie Volker - die Kletterkiste auch
aufgemacht. Sie waren allerdings nicht mehr drin! Warum? Ich hatte sie einige Jahre später - zusammen mit einem alten Seil an ein paar Jungs verkauft, die damit einfach nur mit einem Seil Flüsse überqueren wollten.
Hat mich im Nachhinein dann auch geärgert! Fast so sehr, wie die Tatsache, daß meine Eltern vor 10 Jahren bei einem Umzug einfach meine alten “Ur”-EB’s (Kletterschuhe) weggeschmissen haben. Wer hat
denn davon noch Photos?
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