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Bild rechts: Karabinerkombination von Gestern
Das Bild zeigt einen Salewa Karabiner, eingehängt in einen Stubai 2000 (einer der berühmtesten Karabiner in den 70ern).
Der Seilzug! Irgendwann ist man auch da drauf gekommen! Je variantenreicher eine Tour und je mehr die Haken einmal rechts,
einmal links stecken, um so mehr Seilzug. Das Ganze maximiert sich, hängt man an jedem Haken lediglich einen Karabiner ein. Das kann jeder gerne nachweisen, wenn er mal das Gleiche macht. Nehmt mal ein paar
Einzelkarabiner und steigt in eine für euch “leichte” Route ein. Ihr werdet sehen, was bei rauskommt!
Zurück zum Thema, die Verhinderung von Seilzug. Vor der Erfindung der “Exe” - was ja eigentlich nur bedeutet:
Dieses kleine Stückchen Stoff zwischen den beiden Karabinern, viele Leute verwechseln das heute schon - hatte man erhebliche Problem mit Seilzug! Die Lösung: Doppelt einhängen! Das bedeutet: Der erste Karabiner wird
mit der Nase nach vorne einfach in den Haken eingehängt und anschließend um 180 Grad gedreht. Anschließend wird der zweite Karabiner ebenfalls mit der Nase nach vorne (also zum Fels hin) eingehängt und ebenfalls um
180 Grad gedreht. Dadurch ergibt sich fast so was ähnliches wie eine Exe! Und hat sogar noch den Vorteil, daß der zweite Karabiner um 90 Grad zur Wand weg steht, das gibt zum Teil sogar weniger Seilreibung als mit
den heute verwendeten Expressschlingen.
Weiteres auffälliges Detail der Karabiner rechts: Dadurch, daß fast jeder die gleichen Karabiner hatte (es gab ja noch
nicht so viele Hersteller), ging man dazu über, die Initialen der Besitzer mittels Schlagbuchstaben in selbige “einzuschlagen”, der obere Karabiner gehörte daher augenscheinlich auch mal
“GK”. Diese Schlagbuchstaben kommen aus dem metallverarbeitenden Gewerbe, daher kam irgendwann der Begriff “Schlosserei” für mit viel Materialeinsatz “erzwungene” Routen nicht von
ungefähr!
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