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Auch wenn uns unser erster Aufenthalt v.a. in Bezug auf die vorhandene Absicherung etwas ernüchtert hatte,
eine Woche nach unserem ersten Aufenthalt waren wir schon wieder da. Im Bild der Monte Colodri am Morgen. Deutlich sichtbar im oberen Teil: die zwei Seillängen der großen Verschneidung der Via Barbara,
im oberen Teil zwischen der deutlichen weißen Platte und dem braunen Wandteil rechts der Platte. Das Bild ist aufgenommen vom Camping Zoo, der hintere, aber etwas “andere” Campingplatz in
Arco.
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Und zu diesem Zeitpunkt war diese Wand dann auch - zu groß für uns! Durch die fehlende Absicherung steuerte
ich irgendwann, 20m über dem letzten schlechten Sicherungspunkt, einen deutlich sichtbaren roten Haken an, um daran Stand zu bauen. Doch über die daran anschließende glatte, senkrechte Platte war kein
kletterbarer Weg zu finden. In der Schlinge eines 6mm Cassin Bohrhakens stehend, versuchte ich technisch (mit Hakenhilfe) weiterzukommen, doch weiter oben waren keine Haken mehr, also auch kein
Weiterkommen. Dies bedeutete: Schon wieder runter! Ein gelungener Anfang für unseren zweiten Arco Aufenthalt. Ein Jahr später kletterte ich an dem deutlich sichtbaren Stand einfach 15m rechts davon
vorbei - und - es ging!
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Blick auf die Südseite des Monte Colodri. Damals war nur der rechte Teil einigermaßen erschlossen, heute
finden sich auch auf der linken Seite neue, gut gesicherte Touren. Auch landschaftlich sehr lohnend, da der Fels umgeben ist von terassenförmig angelegten Olivenhainen. Ein Trost an diesem Tag: Das
Wetter wurde immer schlechter, so daß wir froh waren, jetzt nicht in der Cima alle Coste zu hängen!
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Ein wenig Posing für die Kamera (Colodri, Südseite). Der Boulder von “Ciccolina Spit” ist zwar
nicht besonders einfach und schon damals derartig polliert, daß das Wort “Reibung” komplett aus dem Wortschatz der Tour gestrichen werden mußte - aber - Klaus befindet sich maximal 50cm über
dem Boden!
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Die Erfahrungen des ersten Mals hatten uns eines besseren belehrt: Uns war klar, daß wir bei unserem ersten
Ziel, der Cima alle Coste, nicht auf sonderlich viel Absicherung stoßen würden und auch der Führer sprach im unteren Teil der 500m hohen Wand von “ausgesetzter und moralischer
Plattenkletterei”. Der Rat, Klemmkeile mitzunehmen stimmte dagegen weniger, in den Platten war absolut nichts an Keilen unterzubringen. Und eines vergißt man bei den Dimensionen im Sarcatal immer
wieder: Diese Wand, noch nicht mal eine der ganz großen Wände im Sarcatal, hat immerhin die gleiche Wandhöhe wie die Große Zinne in den Dolomiten!
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Mit dem verlorenen Tag doch noch was anfangen - z.B. hier, im Bild die Straße von Arco in Richtung Laghel. In wenigen
Minuten ist man hochgelaufen zur Südseite des Monte Colodri. Hier warten kurze Sportkletterrouten, aber auch bis zu vier Seillängen lange Touren mit alpinerem Charakter. Heute befinden sich dort auch
lange Führen, die sehr gut mit Bohrhaken gesichert sind und daher sehr gut geeignet, will man mal ein “kurze” lange Tour ausprobieren, da das Risiko relativ gering ist.
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Recht ausgesetzt: Blick in die Südkante, die für die Schwierigkeit (nur ca. 4+/5-, meist 3+) viel Luft unter
den Sohlen bietet, da die Ostseite nochmals ca. 200m tiefer liegt. Der Blick dorthin macht das dann auch für Anfänger zu einem atemberaubenden Erlebnis, das man wegen der relativ geringen Wandhöhe der
Südseite zunächst gar nicht vermutet hätte!
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Nichts desto trotz, Monte Colodri mußte es sein! Was uns bei diesem Anblick gar nicht gefiel: Das irgendwie
übel aussehende Dack der Via Renata Rossi, knapp links oberhalb der Bildmitte. Darunter dann nach rechts queren, ach du Schande, Quergang auch noch! Dann die Schlüsselseillänge (7-) zu dem Busch (leicht
links der Bildmitte, im oberen Drittel des Bildes). Das Bild ist allerdings von unten aufgenommen, dort ist dann noch nicht mal ganz die Hälfte der Tour geklettert (ca. 10 SL).
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