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Blick zurück zum Misurinasee im Anstieg an die Guglia Edmondo de Amicis. Diese Führe mit drei kurzen Seillängen war unser
Ziel für die erste Kletterroute, die wir in den Dolomiten machten. Sicherheitshalber erst mal was kleines, sich an den Fels gewöhnen. Die Route ist außerdem für Gebirgsverhältnisse recht gut abgesichert,
also ideal für den Anfänger. Unser Ziel: Die Dülfer (5-). Im Mittelteil läßt sich eine Direktvariante klettern (ca. 5+/6-).
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Abend auf dem Monte Piana. Fährt man die von Misurina in Richtung Drei Zinnen, zweigt kurz hinter dem
Parkplatz eine kleine, einspurige Straße links zum Monte Piana ab. Im oberen Teil steil und nicht mehr asphaltiert, kann man, bei entsprechendem fahrerischem Geschick und nicht tiefergelegtem Wagen, bis
zur Hütte knapp unterhalb des Gipfelplateaus fahren. Danach ist es nur noch ein kurzer Spaziergang zum Gipfelplateau. Wer mal einen Ruhetag einlegen möchte, sollte sich dort oben mal umschauen, war doch
der Berg im Ersten Weltkrieg Schauplatz blutiger Kämpfe, in denen für den zeitweiligen Besitz einiger obskurer Kuppen und Karrenfelder insgesamt weit über 1000 Menschen in den Tod geschickt wurden. Die
ehemaligen Kriegssteige sind teilweise wieder hergerichtet worden und das Grauen somit begehbar. Zurück zum Klettern. Irgendwie faszinierten uns diese drei Zinnen. Die Nordwände - unmöglich für uns.
Aber wir wollten einfach an die Zinnen! Was läßt sich da klettern?
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Irgendwo neben der Straße zwischen Misurina und dem Monte Piana haben wir dann diesen wunderschönen Platz gefunden. Low
Cost, weil auf den Campingplatz wollten wir nicht. Abendsonne, im Gras sitzen, die Seele baumeln lassen, die Wärme der letzten Sonnenstrahlen aufsaugen . . . Sicherlich verklärt die Erinnerung einiges
zum Guten - trotzdem war dies glaube ich einer der schönsten Abende, die ich je erleben durfte!
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Skurrile Felsnadel mit einer interessanten Begehungsgeschichte. Die vom Massiv des Monte Popena nur wenig
abgespaltene, plattenartige Felsnadel wurde erstmals von G.P.Piaz und B. Trier 1906 durch Seilwurf und hinüberhangeln am gespannten Seil bezwungen. Sicherlich eine etwas heikle Angelegenheit, da war uns
die erste bergsportlich “faire” Begehung durch H. Dülfer und Gefährten schon lieber: Über die im Bild nur als rechte Kante erkennbare Ostwand
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Blick vom Monte Piana in Richtung Cadinispitzen. Wir waren im Frühjahr da, zu Pfingsten. Das lag aber dieses
Jahr sehr früh! Ich blätterte etwas lustlos im Führer, Zinnen, was könnten wir uns denn trauen? Bis ich endlich fündig wurde: Dibonakante, genau das ist es! Schwierigkeit 4+, das schaffen wir. An der
NO-Kante der Großen Zinne (na unter großer Zinne, da macht man doch wohl gar nichts!) und großer Name, der berühmte Cortineser Bergführer hat sie erstbegangen - naja: Heute auch nicht mehr alles so, was
es mal war: Inzwischen ist man ziemlich sicher, daß der große Cortineser Bergführer wohl doch nicht der erste war (1909). Bereits ein Jahr zuvor hat wohl R. Eller die Kante begangen. Im seilfreien
Alleingang! Aber NO-Kante, hätte uns das Bild oben nicht stutzig werden lassen müssen? Da liegt doch noch ziemlich viel Schnee!
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