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November

Dolomiten
 Die wilden Routen

Campanile di Val Montanaia (2.173m) - der unlogischste Berg der Alpen

Panorama Seite 6
Blick ins Tal
Abseilstelle vom Gipfel1
Eintrag im Gipfelbuch

Bild oben links: Blick auf die bizarren Gipfel zurück in Richtung Rifugio Pordenone.
Bild oben rechts: Der Webmaster beim Studium des Gipfelbuchs, einer schön gestalteten Edelstahl Kassette.

Bild links: Während beim Aufstieg der Helm fein säuberlich auf Uwes Rucksack verblieb, kam er beim Abseilen endlich zum Einsatz. Wäre aber eigentlich nicht nötig gewesen, das Gelände ist einigermaßen ausgeputzt und es fliegen keine Steine mehr beim Seil abziehen.

Nach Tissis Begehung stellte dieser kategorisch fest, daß Casaras Behauptungen, er hätte den Nordüberhang geklettert nicht stimmten. Was folgte war eine hässliche Kontroverse und schließlich der Ausschluß Casaras aus dem CAAI, sein Ruf war damit ruiniert.

Tissi gab als Bewertung für seine Route den nach der damaligen Bewertungsskala höchstmöglichen Grad 6 an, eine höhere Bewertung war damals nicht möglich, da die Schwierigkeitsskala per Definition dort endete (der sechste Grad bedeutete demnach: “Die Grenze des Menschen möglichem.”) Viele Jahre später, nach der Öffnung der UIAA Skala nach oben hin waren führende italienische Kletterer der Ansicht, Tissi hatte mit seiner Begehung zumindest den 7. Grad berührt. Dies bedeutet nicht, daß er seine Route am Campanile frei geklettert hat, wurde zur damaligen Zeit einmal ein Haken geschlagen, so wurde dieser auch zur Fortbewegung verwendet. Aber die Strecken dazwischen, als sich keine Haken anbringen liesen und frei Kletterei die einzige Alternative war haben wohl diesen Schwierigkeitsgrad erreicht.

Und dies ist die eigentliche Sensation an dieser Geschichte, galt doch vorher Dietrich Hasse als derjenige, der im Juli 1958 an der Diretissima der Nordwand der Großen Zinne in den Sextner Dolomiten als erster (aber ebenfalls nur zwischen den Haken, also nicht komplett in Freikletterei) zusammen mit Brandler, Lehne und Löw den 7. Grad in den Alpen geklettert haben soll.

Croda Cimoliana im Nebel

Bild links: Die Croda Cimoliana im Nebel, durch deren auffallende Verschneidung eine Route im fünften Grad führt. Der Abstieg (und das glaube ich sofort) soll schwer zu finden sein...

Bild links unten: Der Campanile di Val Montanaia beim Abstieg zurück ins Val Montanaia. Der Abstieg durch das Schuttfeld und das Bachbett geht zwar unbedeutend schneller, angenehm ist er aber wegen der großen Schuttblöcke ebenfalls nicht.

Bild rechts unten: Die Cima di Meluzzo mit ihrer auffälligen Verschneidung ist das am schnellsten zu erreichende Ziel vom Rifugio Pordenone aus, in nur etwa 45 Minuten ist der Einstieg erreicht. Allerdings neigt die Verschneidung etwas zur Nässe, ein Begehung im Juli 2009 wäre nicht oder nur sehr heikel machbar gewesen. Die Schwierigkeiten beginnen unten recht moderat, jedoch muß im oberen Wandteil in einer Seillänge der obere sechste Grad geklettert werden.

Campanile di Val Montanaia beim Absteig Cima di Meluzzo 2188m

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