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Dolomiten Die wilden Routen
Einser - Sextner Dolomiten (2.698m) - N-Pfeiler (Steger/Wiesinger): “Weg der Jugend”
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Das die Verhältnisse aufgrund des Regens am Vortag nicht die besten waren, braucht wahrscheinlich nicht gesondert erwähnt
werden. Dennoch steigerte sich unser Klettertempo erstaunlich, was ich auf Höhenödem, geistige Umnachtung oder sonstige nicht weiter auszuführende Gründe abschiebe. Dabei wurde die Steigerung der
Geschwindigkeit weniger von der fehlenden Schwierigkeit oder der besseren Allgemeinkonstitution verursacht, sondern hauptsächlich aus dem Weglassen von Sicherungen. Versuchte ich tags vorher noch jede
Sanduhr mit stundenlangen Fädelaktionen in die Knie zu zwingen, kletterte ich am zweiten Tag einfach dran vorbei. Rotzfrech! Ich seh Dich, aber ich nehme Dich nicht!
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War davon abgesehen auch bitter nötig. Zwar zählte die Nacht nicht zu den schlimmsten Biwaknächten (Schlafsack und
Biwaksack sei Dank), dennoch stellte ich seltsame Auswirkungen an meiner Sicherungstechnik fest: Ich konnte sichern und dabei schlafen! Links am Sicherungsseil, mit rechts wurde Seil eingezogen. Ich fing
an, mit gespanntem Seil auf der rechten Seite (und gespanntem Unterarm) zu schlafen. Erst wenn der Nachsteiger weiter ging, zog der gespannte rechte Arm im Schlaf Seil ein - vom plötzlichen Fehlen der
Spannung wachte ich dann auf. 60mal 10 Sekunden Schlaf gibt ja zumindest auch nochmal 10 Minuten, geruhsam kann man das allerdings nicht unbedingt bezeichnen...
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