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Die Bilder des Monats

November-2011-Würgau-klein

Das Bild des Monats
November

Dolomiten
 Die wilden Routen

Monte Brentoni (2.548m) - SW-Wand (Cipriani): “Nebelland”

Bild links: Der Webmaster bei der Zubereitung des abendlichen Mahls, einerseits in die Frage vertieft, ob denn sein altersschwacher Trangia denn dieses Mal wenigstens die Nudeln unter einer Stunde zum Kochen bringt (schuld ist allerdings hauptsächlich der italienische Spiritus, soviel zu seiner Ehrenrettung), andererseits bei der Frage angelangt: Was ist denn das eigentlich für ein Berg?

Klingt irgendwie nach Brenta, aber weit gefehlt: Der Monte Brentoni steht in den östlichen Ausläufern der Marmarole Gruppe in den Gebieten östlich der Piave, von Pieve di Cadore aus in etwa einer dreiviertel Stunde recht kurviger Autofahrt “unschwer” zu erreichen. Hier, in den östlichsten Ausläufern der Dolomiten, hat kaum einmal ein deutscher Alpinist Station gemacht, aber nicht nur diese haben diese Berge “übersehen”. Auch die italienischen Bergsteiger haben von den Möglichkeiten in der Gruppe entweder gar nicht oder erst sehr spät wahrgenommen. Bis heute hat noch kein wirklicher Spitzenkletterer seine Linie durch einer der Berge gezogen, so daß auch hier noch viel alpinistisches Neuland zu entdecken wäre.

Auch sonst kam keiner? Doch: Einer kam. Die Frage lautet: Wer wohl?

Bild rechts: Gewitterstimmung schon am Morgen in den Bergen der zentralen Marmarole Gruppe. Wem jetzt Marmarole immer noch unbekannt vorkommt, der suche nach Literatur zum berühmt gewordenen “Campanile di Val Montanàia”

Unsere Sorgen drehten sich an diesem Morgen allerdings eher um den Teil oberhalb der Berge, und der sah wirklich ziemlich ungemütlich aus. Unten lassen noch Bänder eine Flucht zu, oben heißt es: Weitersteigen. Würde das Wetter denn auch noch so lange halten?

Bild links: Der Monte Brentoni von S0. Die SW-Wand ist demzufolge in etwa links an der Kante zu erkennen...

Es kam - wie bei unbeachteten Wänden in den 90er Jahren fast immer einer, der auch viele der Betonköpfe der italienischen Kletterszene stets gehörig ärgerte: Es kam: Eugenio Cipriati, oft auch nur unter seinem Spitznamen “Cip” bekannt. Er legte zwei Routen durch die Südwand des Monte Brentoni, die sicherlich nicht zu den Meilensteinen des modernen Kletterns gehören - die aber langfristig mehr Wiederholder finden werden als Rabanser Routen am Langkofel...

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