|
Bild rechts: Stefan in der vorletzten (der Schlüsselseillänge) der Route “Nebelland”
Aber zurück zum Anfang: Ob die Zeit noch reicht, dafür sind dann ja gute Freunde und die moderne Kommunikationselektronik
von entscheidendem Vorteil. Wir wußten bereits: Das Tief kommt direkt von Westen, wir waren im östlichsten Bereich der Dolomiten. Dann zückte Stefan sein Mobiltelefon und brüllte (um dem aufkommenden
Wind zu widerstehen) in selbiges: “Kuck mal auf das Regenradar, wo regnet es schon?”. Bald war klar: Vier Stunden würden wir auf jeden Fall noch haben, das sollte reichen über die 10
Seillängen und das Schrofengelände am Ausstieg, von dem wir allerdings nicht sicher waren, ob man dort sichern müssen würde.
Das kaum Wandbilder entstanden sind liegt auch an unserer unbestimmten Angst, es doch nicht mehr rechtzeitig schaffen zu
können - kurzzeitig blies der Wind bereits Nebelfetzen in die Route, die dann plötzlich zum Rätsel wurde - um im nächsten Augenblick wieder aufzumachen und den Blick auf die nächsten Seillängen frei zu
geben. Glücklicherweise befinden sich Verscheidungen in der Route. Sie geben stets gute Anhaltspunkte - wir waren richtig!
|