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        by Jürgen Kremer

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November

Dolomiten extem
 Die Routen für den Könner

Die “Gelbe Kante” an der Kleine Zinne (Drei Zinnen)

Angesichts der dunklen Wolken, die irgendwie immer näher kommen, bricht unser an sich etwas träger Seilpartner Ernst in hektische Aktivität aus, spult das Seil durch, hängt mich ein und befielt das Weiterklettern. Man beachte außerdem: Ernst’s wirklich innovative Helm-Mode. Das wird sich durchsetzen!

Das Ende der Abseilpiste, die, wenn man sie kennt und mit Doppelseil unterwegs ist, relativ schnell zum Boden führt, weil man dann volle 50m abseilen kann (Die Ringe sind für 25m Abseilstrecke gebohrt, man könnte die Gelbe Kante also auch mit Einfachseil klettern. Dann sollte man sich allerdings sicher sein, da auch raufzukommen, aber das Wetter an den Zinnen ändert sich schnell!)
Blick nach Norden in Richtung Drei Zinnen Hütte.

Wieder unten am Einstieg. Rechts, schon in Wolken: Der Zwölfer. Vielleicht war es doch besser, etwas aufs Tempo zu drücken, es sieht wirklich so aus, als könnte es jeden Moment regnen. Aber das ist jetzt ja egal, wir stehen wieder auf sicherm Boden.

Die Cadinispitzen, auf dem Weg von der Lavaredo zurück zur Auronzo-Hütte. Die Anstiege dort sind trotz ihrer geringeren Wandhöhe nicht zu unterschäten und rechts oben, dort wo die Hütte Rif. Fonda Savio steht, liegt nun, Ende Juni, immer noch genügend Schnee.

Wer sagt’s denn, das Wetter hat doch gehalten. Blick vom Vorgipfel (Anticima) der Kleinen Zinne, dem Ende der Gelben Kante, in Richtung Misurinasee. Einzig noch ein klein wenig kitzelig: Der nicht absicherbare Quergang nach links, bis man an die soliden, betonierten Abseilringe des Normalwegs der Kleinen Zinne kommt. Ich habe trotzdem versucht, da ein klein wenig mit Friends zu sichern, ob’s was gebracht hätte? Will ich lieber nicht wissen.

Die müden Krieger beim Schuhwechsel am Ende der Abseilpiste. Irgendwie scheinen sie ihre Helme schon richtig liebgewonnen zu haben, sie möchten sie gar nicht mehr absetzen!
Die Schuttrinne endet fast wieder am Einstieg der Gelben Kante, wer also wenig Gepäck mitnehmen will, kann sich auch nur seine Schuhe an den Gurt binden und den Rucksack unten stehen lassen. Ob er aber die Silberteller von Oma auch drin lassen sollte, ist die zweite Frage
.

Blick zurück auf “unsere” Kante. Vielleicht ist’s nicht unbedingt unsere, an diesem Tag aber war sie es, wir waren die aller einzigen. Und Tempo hilft an den Zinnen - zwei Minuten später war nichts mehr von der kleinen Zinne zu sehen. Man sollte auch den Abstieg über die Abseilpiste nicht unterschätzen: Bei Nebel sind selbst die braunen Abseilringe auf dem gelb-grau-braunen Fels kaum zu erkennen.

Auch kleine Autos sind für’s Klettern gut. Mein “kleiner Freund” (Renaultwerbung aus den 80ern) am Parkplatz der Auronzo Hütte. Und auch das Handbrems - Problem konnte geschickt durch einen Stein am Vorderrad gelöst werden. Ansgesprungen ist er deswegen trotzdem nicht, aber nach einiger Zeit haben wir selbst dieses Problem noch in den Griff gekreigt.

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