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Die Gelbe Kante im ersten Morgenlicht. Nur etwa 30-40min Gehzeit sind es von der Auronzo-Hütte bis zum
Einstieg der Gelben Kante. Rechts der Bildmitte, im rechten Teil des gelben Bereichs folgt die Tour zunächst einem Riß, um später in einer kleinen Rechsschleife wieder an die Kante zurückzukehren. Das
Wetter sah nicht so besonders aus, kalt war es außerdem. Vielleicht noch nicht mal ein Fehler: Die Route ist an schönen Tagen recht beliebt, was sich oftmals in lähmenden Staus und Überholstreß recht
negativ äußert. An diesem Tag hatten wir drei nichts zu befürchten, wir waren allein.
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Klaus im Ausstieg aus den ersten beiden, schwierigen (6) Seillängen in das dann folgende, relativ leichte
Gelände (3+4). Ich mußte einen ziemlich blöden Zwischenstand machen, weil ich mit Klaus und Ernst zwei Nachsteiger an der Strippe hatte, was die Sache auch nicht unbedingt erleichtert. Kleiner Tipp für
Kanten-Aspiranten: Bei Verwendung eines 60m Seils kann man sich den unangenehmen Hängestand sparen und gelangt in einer Seillänge auf den bequemen Stand am Pfeilerkopf.
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Noch ein Kletterer-Suchbild. Schlecht zu sehen, irgendwo in Bildmitte bewege ich mich gerade in Richtung
gelbes Gelände. Nach der 7. Seillänge beginnt eine ansteigende Querung nach links wieder auf die Kante zu. Von dort aus sind wieder einige Varianten möglich, es empfiehlt sich allerdings, genau auf der
Linie zu bleiben, eventuell mögliche Varianten werden schnell schauerlich brüchig!
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Nicht das richtige Wetter heute, ein kalter Wind pfeift, so daß ich jedesmal beim Nachsichern empfindlich
friere, wieder kalt in die nächste Seillänge geht. Blick auf die Drei-Zinnen Scharte, links der Preußturm.
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Kletterer-Suchbild: Na wo is er denn? Irgendwo da, wo die Seile aufhören spreize ich gerade durch den
Einstiegsriß. Und gleich die erste Ernüchterung: Man ist das poliert, da hätte ich ja gleich nach Burglesau auch gehen können. Das macht das Ganze dann nicht leichter, die noch kalten Schuhe und Füße
rutschen quietschend auf den Tritten rum und festhalten tut man sich dann auch mehr, als es denn unbedingt sein müßte!
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Natürlich! Auch noch verklettert. Im anschließend leichten Gelände stecken irgendwo auf einer Breite von 30m
immer mal rechts, mal links ein Haken, man kann eigentlich gehen, wo man will. Hierher hätte ich aber nicht gehen sollen, als Stand mußte daher eine Köpfelschlinge herhalten. War aber auf der anderen
Seite auch egal - die hätte wahrscheinlich besser gehalten als die Rosthaken, die quer verstreut stecken.
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Langsam kommt da schon etwas Luft unter die Sohlen: Am Ende der ansteigenden Linksquerung ist man dann auch
nicht mehr so sicher, ob man denn da notfalls auch wieder drüber abseilen kann. Mein prüfender Blick gilt jetzt dem Wetter, nach 8 Seillängen haben wir gerade mal etwas über die Hälfte der Tour
geklettert, die schweren Seillängen kommen noch, absteigen müssen wir ja auch noch. Rechts unten im Bild: das Dach der Lavaredo-Hütte.
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Packesel Klaus vor dem Stand unter der Schlüsselseillänge. Irgendwie hat er immer das Pech oder die
Gutmütigkeit, alles auf seine Schultern zu nehmen. Ernst, damals noch “blutiger” An- und vor allem Dolomiten - Anfänger, wollte er nicht auch noch einen Rucksack zumuten, ich weigerte mich,
als Vorsteiger einen zu tragen - also blieb der ganze Scheiß bei ihm hängen. Schuhe, Regenjacken und den ganzen Kram für drei Leute - der Rucksack war daher einigermaßen voll! Er nahm es gelassen und als
ich ihn oben fragte, wie er denn durch diesen einen scheußlichen Körperriß gekommen sei antworte er nur lapidar: “Na ja, mußte es eben ein wenig außen machen, da innen war ich zu breit dafür.”
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