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Dolomiten extem Die Routen für den Könner
Die “Carlesso/Sandri” am Torre Trieste (Civetta) - Dritter Teil (Seite 1/3)
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Die Geschichte einer Begehung in drei Anläufen... Dritter Anlauf!
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Da waren sie wieder unsere drei Probleme (Zitat: Otto: Der Film). Wir waren mal wieder am Torre Trieste! Diesmal
sollte allerdings alles richtig laufen! Wir waren körperlich so halbwegs in Ordnung, motiviert (jedenfalls solange man nicht direkt davorsteht), bereit als erstes in die Wand einzusteigen und der Wetterbericht hatte
für Samstag einen recht guten Sonnentag vorhergesagt. Soweit zu den Voraussetzungen. Es sollte anders kommen!
Zur Geschichte: Wir fuhren rechtzeitig los, kein Stau, dennoch ist das dann schon ein recht weites Gekurve bis dort hin,
aber zu spät in der Nacht kamen wir jedenfalls nicht an. Es reichte auf jeden Fall noch, um unser Zelt aufzuschlagen, uns noch ein paar Dosen Bier (igit, Dosenbier, wie schrecklich heutzutage, da muß man ja Fant
sahlen!) zu kippen und den Wecker auf 4.30 Uhr zu stellen, schließlich lag ja noch der Anstieg vor uns (ca. 2 Stunden, recht anstrengend) und außerdem war die Tour mit 12 bis 16 Stunden im Führer angegeben....
Biwakieren wollten wir auf keinen Fall, daher der frühe Termin, obwohl ich zu solch einer Zeit wirklich keine Lust hatte, mich aus meinem Schlafsack rauszuschälen, Andi hatte die aber noch viel weniger als ich!
Brauchten wir ja auch gar nicht! Irgendwer von uns hatte in der Nacht den Wecker beim ersten Piepston knallhart
ausgenockt, also schlummerten wir in aller Seelenruhe bis halb Acht (7.30, falls Nicht-Franken diese Seite ansehen sollten). Prima Zeitplan, so dachten wir uns, als wir so gegen viertel vor Acht (Nicht-Franken:
verstanden?) im Eiltempo zum Torre Trieste hasteten. Natürlich ohne Frühstück, ich hätte angesichts der bevorstehenden Tour ohnehin nix reingebracht.... Wir stellten eine Rekordzeit beim Aufstieg auf, demzufolge
waren wir so kurz vor neun Uhr am Einstieg!
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Bild links: Torre Trieste vom Tal aus gesehen Bild oben:
Andi Munzert in den ersten schweren Seillängen am Torre Trieste Bild links unten: Andi im oberen Teil des Torre Trieste, in einer der Schlüsselseillängen (7+/8-)
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Das ganze Abenteuer fing ja nicht so sonderlich glücklich an! Wir am Einstieg und Chaos über uns! Mehrere
italienische Seilschaften vor uns überholten sich gegenseitig, eine Menge Geschrei und Steinschlag auf uns unten Wartende, irgendwie gefiel uns nicht, was da oben so abging, wir hatten so das Gefühl, als
letzte Seilschaft an diesem Tag irgendwie den kürzeren gezogen zu haben... Als dann die dritte Seilschaft endlich abgeseilt war, war wieder Ruhe in der Wand und es war kurz vor zehn Uhr, als ich die
erste Hand an den Fels legte. Mein Magen muß es geahnt haben.... Waren wir noch die ersten Seillängen in Wechselführung unterwegs, krümmte ich mich bald vor Schmerzen. Andi schlug vor: “Du, soll
ich nicht vorsteigen?” und ich nahm sein Angebot dankend an. Er meinte zwar, der in keinster Weise erfahrene Kletterer im Gebirge zu sein, daher brachte ich ihm in kurzen Sätzen die grundlegenden
Dinge des Gebirgskletterns bei: “Spätestens alle 10m ne Sicherung, immer kucken, daß Du die ganze Seillänge machst und nicht vorher an irgendwelchen Drecksständen ankommst, das kostet Zeit. Und
immer weiter, irgendwann kommt schon mal wieder was...!” Derart gerüstet machte sich Andi auf, er war ohnehin immer der bessere Sportkletterer, aber daß er auch alpin derart Strom besaß, daß
wurde mir erst jetzt so richtig klar!
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