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Pfingsten lag recht früh in diesem Jahr, trotzdem wollten wir in die Dolomiten, am besten natürlich gleich
an die Drei Zinnen. Bei diesem Anblick wurde uns dann allerdings schnell klar, daß dies bei dem Schnee wohl nichts werden würde. Das Bild ist aufgenommen auf dem Weg von Cortina in Richtung Falzarego-Paß.
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Schön, nur eben etwas viel Schnee. Die Westwände der Lastoni di Formini, aufgenommen nahe der Paßhöhe des
Passo Giau.
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Da taucht er langsam aus dem Wald auf, der Torre Venezia. Wir liegen noch ganz gut in der Zeit, noch ist nur
die Ostwand in der Sonne, unsere Tour, die Tissiführe, liegt links in der hier noch nicht sichtbaren Seite, noch im Schatten.
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Die Schlüsselseillänge und unser Heeresbergführer. Seltsamer Kletterstil. In der Schlüsselstelle im 6. Grad
nahm er alle Haken, die sich dort befanden, in den anderen Seillängen, die z.T. ohne Sicherung waren, legte er noch nicht mal einen Klemmkeil! Während des Wartens unterhielt ich mich mit den anderen
Jungs. Sie waren der Meinung, heute noch an der Vazzollerhütte zum Bouldern zu kommen, im Führer steht als Zeitangabe 3 Stunden. Ich bezweifelte langsam, heute überhaupt noch da rauf zu kommen!
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Nach oben zu wird mir langsam klarer, wo wir hin müssen, genauso klar wird mir aber, daß wir falsch sind,
viel zu weit nach rechts sind wir gedrängt worden. Einige heikle und brüchige Quergänge bringen uns wieder auf den richtigen Weg, aber immer mehr Zeit verrinnt uns quasi zwischen den Kletterhänden. Und
das es hier oben keine angenehme Nacht werden würde, war mir auch klar, zu viel Schnee liegt noch unten. Also weitersteigen, bei einem Wandbiwak würden unsere Kletterfähigkeiten am nächsten Morgen
sicherlich nicht mehr die besten sein!
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Die Straße vom Misurinasee hoch zur Auronzohütte, dem Start einer jeden Zinnenunternehmung, war demnach auch
noch geschlossen und 2m hoher Schee überzeugte uns, daß es wohl auch in den nächsten Tagen kaum besser werden würde. Also weiter südlich, in der Cicetta versuchen, ob dort die Verhältnisse besser sind.
Das Bild ist aufgenommen auf dem Passo Giau in Richtung Südosten, auf dem Weg in die Civetta.
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Man verrenkt sich nahezu den Kopf, wenn man hochschaut zur gewaltigen Bastion des Torre Trieste. Nein, ganz
so hoch wollten wir dann doch nicht hinaus, unser Ziel war die Tissiführe am Torre Venezia. Südwand, also optimal für das Frühjahr. Wenn man von Listolade führt eine z.T. geteerte Straße bis zur Capanna
Trieste, hierher mit dem PKW. Danach beginnt der etwas mühsame Aufstieg über die Vazzolerhütte zum Wandfuß des Torre Venezia. Nicht zu spät aufstehen, auch bei zügigem Gehen sind 3 Stunden Zeit
einzuplanen.
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Die Südwand des Torre Venezia, noch immer im Schatten. Doch ich rate zur Eile: Auf der Vazzoler - Hütte
trafen wir auf vier, etwas setzsame Gestalten, sie haben das gleiche Ziel, die Tissi. Ein recht beleibter Heeresbergführer, ein Kletteranfänger und zwei junge Burschen. Ich ahne Schlimmes und möchte
unbedingt vor ihnen in der Wand sein, da ich befürchte, daß sie uns aufhalten könnten, wenn es mit dem Anfänger Schwierigkeiten geben sollte. Doch sie waren schneller am Einstieg als wir. Warten wollte
ich nicht und nahm daher den (nicht empfohlenen) rechten Einstieg. Leider war dieser wirklich so brüchig, wie der Führer schreibt und ich benötigte viel Zeit, um das brüchige, unabgesicherte Ding
halbwegs zu klettern. Beim Zusammentreffen geschah dann das, was ich befürchtet hatte. Wir waren als zweite Seilschaft zwischen Ihnen eingeklemmt.
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Nach dem Quergang nutzte ich die Chance: Da sich die Tour dort ohnehin so ziemlich im Nirwana auflöst und
keine Haken oder klare Linie über 2-3 Seillängen mehr vorgegeben ist, versuche ich irgendwo in der Wand zu überholen. Dies gelingt mir schließlich auch, dennoch steigert sich unsere Geschwindigkeit
dadurch nur unwesentlich: Es existieren keine Haken und der Fels ist äußerst klemmkeil- und Friend- abweisend, da er dachziegelartig nach unten geschichtet ist. So verliere ich viel Zeit, um die
schlechte Sicherung irgendwie da reinzufummeln.
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