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Bild links:
Sieht verwegen aus, erweist sich aber als durchaus kletterbar - die vorletzte Seillänge der “Via Elektroshock” an der Croda Negra.
Der Vor- oder (je nach Klettervorliebe) Nachteil der “modernen” Routen “Cip-”scher Prägung
(Spitzname von Eugenio Cipriani) besteht darin, daß er den Bohrhaken in den Dolomiten quasi “hoffähig” gemacht hat und alle seine Routen mit Bohrhaken erschließt. Größter Vorteil: Sichere
Standplätze, meist stecken zwei, immer jedoch ein Bohrhaken am Stand. Eine andere Eigenheit hingegen: Durch die Verwendung von Bohrhaken erfolgt auch gleichzeitig eine Abkehr von den klassischen
Linien, die zum Beispiel Rissen zwingend folgen müssen - denn nur dort ist die Chance gegeben, einen Normalhaken zu platzieren. Die erste Seillänge der “Elektroshock” hätte demzufolge auch
drei Meter weiter rechts stattfinden können - dort zieht ein Riß, der nach oben etwas kleinsplittrig zu werden scheint, fast an den gleichen Stand. Die Route hingegen verläuft über die Wand links
daneben. Ergebnis: Allerbester Fels, aber kaum natürliche Sicherungsmöglichkeiten. Macht aber nix, mit Genuß klippt man Bohrhaken, schaut nach oben und weiß: Zwar ein paar Meter zu klettern, aber oben
wartet: Ein Bohrhaken! Eben Klettergenuß pur!
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