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Es gibt Routen, in die steigt man nicht unbedingt gerne ein. Es gibt auch Routen, in die steigt man extrem ungern ein. Und es gibt Routen, in die steigt man dann ein, wenn der Unterschied zwischen Leben und Tod derart fleißend erscheind, daß man es dann wiederum auch machen kann. Der Steckelesriß zählt leider dazu.
Aber keine Todessehnsucht oder verdrängten Beziehungsprobleme zwängten mich dieses Mal zu einer Begehung, sondern der
Besuch meines Freundes “nightrider” aus dem Forum von Climbing.de. Lange hatte er dieses Jahr (2006) schon seinen Besuch angekündigt, immer hatte uns schlechtes Wetter einen Streich gespielt.
Ende April wurde endlich mal ein paar Stunden Sonnenschein angekündigt, also war klar, daß ich ihm die letzten Scheußlichkeiten der Bamberger Gebiete auch noch zeigen mußte. Die erste Frühjahrsonne
drängte uns nach Burglesau, allerdings wollte ich ihm mit dem Simon Müller nicht unbedingt nur die “netten” Routen zeigen. Etwas Spaß sollte ja dabei sein, wobei der Spaß sich für den
Vorsteiger meist in erträglichen Grenzen hält. Monumente des Klettersports nicht an 35m Ausdauerrouten, sondern an wenigen Metern runden Felsens, gepaart mit einer kleinen Prise Lebensgefahr...
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