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November

Frankenjura
 Stübiger Klettergebiet: Katzenbuckel - Vorturm

Route: “Up and Away” (8+)

Eine der schönsten Plattenrouten in den Bamberger Gebieten ist sicherlich die Route “Up and Away” von K. Löffelmann.
Wir waren bei der Erstbegehung damals auch am Katzenbuckel und fragten nach der Schwiegkeit der Route. “Hart 8” kriegten wir zu hören und der Name sollte ursprünglich “Solar Butterfly” sein. “Up and Away” finde ich dann aber auch schöner, aber vor das “Away” hatte der Erstbegeher eben nun mal das “Up” gesetzt!
Nachdem ich die im “Thum”-Führer mit 9/9+ bewertete, ähnliche Plattenführe am Katzenbuckel (R7) dann gepunktet hatte, fühlte ich mich eigentlich auch fit für diese Führe. Weit gefehlt: Grade mal, daß ich die Haken mit Mühe und Not technisch einhängen konnte, mehr war auch nach mehreren, verzweifelten Versuchen nicht drin! So geriet die Tour bei mir irgendwie in Vergessenheit, achtlos lief ich dran vorbei, gab eh keine Chance, die mal zu klettern.

Bild: Der Webmaster am schwierigen Einstiegszug: Untergriffschüppchen auf Teufel komm raus abpressen und mit ausgefahrenen Arm die schmierige Kante oben rechts gegenhalten. Hier das rauskippen zu verhindern, kostete mich allen schon 20 Versuche.

Alle Bilder von: Hajo

Bild: Von der rechten Leiste auf den linken Seitgriff ziehen und anschließend rechts weiter und sehr hoch an ein gutes Blöckchen - soweit alle graue Theorie, die Füße kommen in dieser Aufzählung allerdings gar nicht vor - entsprechend hilflos scheint daher auch hier die Fußstellung, schwierig, an der glatten Platte auch nur ein wenig Druck von den Händen zu bringen!

Im Herbst 2001 sind wir dann mal wieder (weils kalt war und dort eben die Sonne hinscheint) am Kabu (wie die nette Abkürzung für Gebietskenner eben lautet) gelandet. Nachdem ich dort die meisten der anderen Routen eben schon zig Mal geklettert bin überlegte ich mir, mir meinen Frust eben nochmal in “Up and Away” abzuholen.
Das daraus dann aber nicht das erwartete Frustabholen wurde, überraschte mich selbst, ich konnte zumindest einige der Stellen zwischen den Haken klettern - ein paar nette Stürze hingelegt, von Haken zu Haken “gerettet” - aber immerhin: Ich konnte was drin klettern! Da muß ich öfters ran, also sind wir halt im Spätherbst 2001 ein paar Mal an den Katzenbuckel gepilgert. Irgendwann im November war ich dann fast so weit, die untere Stelle lief, nach oben nur noch dranbleiben - aber für 2001 hat es dann doch nicht mehr gereicht, das schlechter werdende Wetter machte mir einen Strich durch die Rechnung.
Im Frühjahr 2002 wartete ich nicht etwa auf den ersten besten Augenblick um endlich punkten zu können - nein, aber die sonnige Lage und die Windgeschützheit v.a. vor den kalten Ostwinden im Frühjahr brachten uns öfters an den Katzenbuckel. Daß ich mir die Tour dann einhängte, war aber klar.
Als die Bilder von mir entstanden, wäre es auch fast was geworden - durch einen winzigen Fehler bin ich dann doch am letzten Haken noch rausgekippt. Aber war ja eigentlich egal, ich freute mich, überhaupt mal so weit gekommen zu sein und darüber, daß Hajo sich extra in die nicht sonderlich schöne “Brüchige Talseite” (5-) am Hauptturm warf und dort stundenlang im Gurt ausharrte, so daß ich auch mal ein Bild von mir bekam. Und irgendwann ging die Tour dann auch - eher nebenbei und eher unspektakulär - dann auch zu klettern.

Bild: Noch ist hier nix gerissen, jetzt erst Mal die Füße irgendwo anständig hinbringen, das würde dann schon weiterhelfen.

Und der wichtige Block für rechts ist halt leider immer noch 40cm entfernt!

Bild: Das isses, das Band der Träume!
Naja, vielleicht etwas übertrieben, aber zumindest bietet es die Möglichkeit einer kurzen Erholung. Und die hat man an der Stelle dann auch schon bitter nötig, auch wenn man nur vier Meter unterwegs war!

Bild: Der rechte Block ist so ne Art Rettungsinsel, groß genug, daß die Finger von zwei Händen draufpassen, demzufolge also egal, ob man dort mit rechts oder links ankommt. Bei mir ging nur die Lösung für links, dann kommt halt noch das - dafür dann relativ leichte - Wechseln auf rechts hinzu. Was man dann auch machen kann: Einhängen!
Und nach oben flüchten: Das darüber liegende Band bietet die erste Möglichkeit für so was ähnliches wie ne Pause!

Bild: Aber irgendwann muß man sich halt von jedem Band verabschieden und außerdem: Totgeschüttelt hat sich ja bekanntlich auch schon jemand...
Hier ein Einblick in den zweiten Teil der Route, die nun von Platte eher in kleinsplittrige Wandkletterei übergeht. So befindet sich der nächste Griff für links irgendwo an dem “Grusch” (fränkischer Ausdruck für kleine Felsstruckturen, welche nicht unbedingt logische Griffstruckturen beinhalten) oberhalb der linken Wand, irgendwo in der Gegend zwischen Licht und Schatten. Kommt man aber an der Stelle an, hätte man sich besseres gewünscht!

Bild links: Fast schon oben, aber halt nur fast: Das darüber liegende Band sieht zwar gut aus, bietet aber dann doch nicht die erwarteten Griffmöglichkeiten. Besonders ärgerlich bei der Sache: Den Umlenker kann man förmlich schon “riechen”, aber trotzdem scheint der Weg dorthin noch unendlich weit. Ist es aber eigentlich gar nicht, genau wie hier an dieser Stelle es nicht weit ist: Zurück zur Auswahlseite. Mit einem Klick auf das Bild seid Ihr dort.

Zurück zur Auswahlseite Stübig und Katzenbuckel kommt Ihr mit einem Klick auf die Schrift oder auf das unterste Bild

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