 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
Christian Pfeiffer am Einstiegsboulder von “Bärway to Heaven”.
Die Geschichte, wie diese Tour entstand, ist eigentlich eher schnell erzählt. Irgendwie war ich immer der
Meinung, daß zwischen “Saus und Braus” und “Basic Instinct” eigentlich noch eine Tour passt. Oder doch nicht? So richtig sicher war ich mir auch nicht, bis irgend jemand sagte:
“Also da, da könnte man doch noch eine Route hochmachen!” Halt! Dies hatte ich ja auch schon erkannt, die Linie erschien mir lohnend, also habe ich mir mal, im Toprope über “Basic
Instinct” die Linie angesehen. Klar war sie recht nahe an den beiden anderen Touren, aber nicht zu nahe, als daß man sie nicht bohren sollte. Immer noch eigenständig genug, um noch eine Begehung
der Routen rechts und links davon zuzulassen - also - meine größte Sorge: Es war machbar, aber hoffentlich macht es kein anderer. Also im Frühjahr 1998: Bohren!
|
|
|
 |
|
|
|
Christian tat sich komischerweise damals schwer mit der Tour, heute klettert er mindestens 1 1/2 Grade mehr
on sight.... Wie sich die Zeiten ändern.....
Vom Sägewerk hat mich aber keiner gefragt: “Wie kriegen wir das Kabel zurück?” - nun, ich habe es dann - natürlich säuberlich aufgespult
wieder an die Haustüre gelegt) und dann los. Alleine einbohren macht irgendwie keinen Spaß, man muß zu oft nach oben (Seil einhängen, Stromerzeuger anschmeißen usw...)
|
|
|
|
 |
|
|
|
Christian in der nicht eigentlich schweren, aber unangenehmen Stelle im unteren Wandteil.
Routenname war auch schnell gefunden, ich nannte die Tour “Bärway to heaven”, frei nach dem Led
Zepelin Song: “Stairway to Heaven” und einer Kombination aus “Bär”, dem Kosenamen für meine damalige Freundin und jetzige Frau.
|
|
|
|
 |
|
|
|
Chistian am Beginn des Wulstes. Knapp drüber befinden sich zwei große Löcher, von wo aus sich die letzte
Zwischensicherung gut einhängen läßt.
|
|
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
Christian am ersten Wulst, eine Stelle noch ganz weit unten, in der man allerdings schon sehr schön Kraft
verschwenden kann (jedenfalls dann, wenn man es auch nur ein wenig falsch macht)
Also gut, Linie ist da, man kann die Route einbohren. Na dann los: Stromerzeuger eingepackt, Bohrmaschine,
Kabel (witzige Geschichte: Stand vor der Klinge, alles war fertig, nur: Wo war das Kabel? Ganz einfach: Daheim! Scheiße, was tun: Runtergefahren zum Sägewerk, da waren noch Leute, Ansage: Ich brauche ein
Kabel! Die Leute, die dort wohnen, die sind nicht so verkehrt, wie es oft dargestellt wird, auch auf manchen Kletterseiten! Sie fragten: Was willst Du mit dem Kabel machen?, ich sagte: Route da oben
einbohren! Sie meinten: Wie lang?, ich: 20m mindestens! Daß ich dann ein 50m Kabel mitgekriegt habe, war schon ok, es war halt etwas unhandlich...
|
|
|
 |
|
|
|
Christian am zweiten kleinen Wulst, an dem es kurz darauf ankommt, die Füße richtg in die entsprechenden
Löcher zu stellen, um die folgende Wandstelle besser zu meistern.
Aber irgendwann war auch dies geschafft, die Route war drin!Also, der Großteil (das Einbohren) war gemacht,
jetzt mußte ich die Tour ja nur noch klettern. Nur fiel sie mir seltsamerweise recht schwer. Mein Bewertungsvorschlag (8-/8) wurde daher kaum angenommen, die Tour geht heute mit 7+oder 8- durch.
|
|
|
|
 |
|
|
|
Christian unterhalb des letzten Wulstes, am Beginn der schwierigsten Stelle der Route.
Über eine seltsame Flexaktion möchte ich an dieser Stelle nicht mehr berichten, die Wogen haben sich so
denke ich geglättet und auch frühere Animositäten sind gänzlich ausgeräumt. So hat auch etwas unschönes wiederum sein Gutes, was es ohne das vielleicht nie gegeben hätte...
|
|
|
|
 |
|
|
|
Christian vor der letzten Zwischensicherung. Genau hier folgt noch der letzte Rausschmeißer, den Fuß sicher
rechts auf dem kleinen Wulst unterzubringen verlangt noch einmal die volle Konzentration.
|
|
|