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Die Bilder des Monats

November-2011-Würgau-klein

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November

Frankenjura
 Säukirchner Turm

Bärillium (8-/8)

Michel Renner im Einstiegsbouler von “Bärillium” am Säukirchner Turm. Eine Neutour am Säukirchner Turm? Wie: Ich konnte mir das nicht vorstellen, war ich doch im Frühjahr dort und stellte fest, daß hier viel gemacht wurde: Neue Haken, freigestellt, gut saniert, wo die neue Linie? Mickey wußte es, “sie berührt an keiner Stelle eine andere Tour”. Er hatte recht.
Ich weiß nicht mehr wann wir dann hingegangen sind zum Bohren, glaube so Ende August/Anfang September 2001. Dachte, das ist so in 5 Minuten erledigt, danach klettern. War nicht so. Den ganzen Nachmitttag waren wir dran, Sonne ist ja schön, aber 35°C in der Sonne ist mir zu warm. Dann vier oder fünfmal auf diesen blöden Turm hoch - noch schlimmer! Nach diesem Tag hatte ich glaube ich einen leichten Sonnenstich oder sowas. Die Tour ist trotzdem gut geworden. Vielleicht habe ich den Stich ja immer noch....

Ankunft auf dem Band. Da steckt allerdings kein Haken, den Haken am Überhang sollte man schon einhängen können. Kam mir beim erstem Mal klettern recht weit vor, Mickey meinte, das paßt so. Notfalls kann man 1,5m nach links queren und dort den Haken der benachbarten Tour einhängen. Beim zweiten Mal war es dann schon ok. Weit stecken muß man sich dennoch.

Jetzt gehts zur Sache: Zweiten Überhanghaken eingehängt und weit nach oben gesprungen. Mickey setzt da noch öfters die Füße um, wie er es macht keine Ahnung, da fragt ihn besser selber, siehe Kategorie “Links”. Ich bleibe lieber unten und schnappe von unten. Den (noch) dreckigen Griff sollte man dann halt auch festhalten.

Nun, kommen wir zurück zur Tour, nach dem Einstiegsbouler geht es erst mal etwas moderater zur Sache. Immer noch gut aufpassen, der Turm ist halt aufgrund der fehlenden Begehungen und weil er eben knapp 40 Jahre im Wald gestanden hat noch nicht so von Moos und Flechten befreit wie manch andere Route in der Fränkischen. Man greift eben doch öfters mal ins “Moosnäpfchen”.

Wie man hier sieht. Mit geklinkter Expresse geht das etwas leichter. Allerdings ist hier schon etwas Seil draußen. Für Ängstliche: Zwei gegenläufige Expressen helfen hier, weil man danach noch unter der Expresse durch muß. Dann kann von keiner Richtung mehr die Gefahr des Aushängens bestehen.

Hier das Ganze nochmal aus der Totale: der anzugehende Griff liegt links oberhalb des weißen Fleckes, etwas rechts von Mickey. Dadurch, daß die Füße noch im Überhang sind, wird das verdammt weit. Wiegesagt - nix für Leute mit kurzen Beinen!
Dann denke ich, ist der volle 8. Grad nicht zu schwer bewertet.

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Mickey am Ausstieg auf das mittlere Band, von dem aus die Schwierigkeiten dann auch wirklich beginnen. Wirklich? Ich bin beim ersten Versuch noch nicht mal unten über die Boulderstelle hinweg gekommen. Michael macht das entsprechend suverän und kommt locker an das Band, das den harten, längenabhängingen Ausstieg vermittelt.

Na, da muß er sich schon ganz schön strecken! Danach besser abklettern und nochmal Ruhe und Power tanken. Oben ist es zwar kurz - aber gemein!

Das isser!
Genau dieser Griff bringt den Durchstieg! Die paar Meter nach oben sind dann nur noch fertigmachen, diesen Griff läßt man einfach nicht mehr los.

Was ich noch erzählen wolle: Der Name ist meine Idee gewesen - Mikey war noch nicht so ganz einverstanden damit, die Linie hatte ja er entdeckt. Immer was mit Bär (meine Frau), ist das nicht langweilig. Er dachte auch gleich an die Folgen: “Was machst Du, wenn Du Dich mal scheiden läßt?” Ich konnte ihn bei einem Glas Schammelsdorfer Bier dennoch davon überzeugen. Ist doch ein guter Name: Ein neues Edelmetall!