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Frankenjura Das Oberste Wiesenttal
Rund um den Steinfelder Turm
Im Winter an der Westwand des Steinfelder Turms
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Es gibt Winter im Frankenjura, da ist das einzige, woran man ihn bemerkt, daß man etwas dicker angezogen zum Fels marschiert und einem im
Schatten die Finger schnell einfrieren. Doch für die Unbilden der Natur gibt es ja durchaus einige Mittel, die uns die Outdoor Industrie für gutes Geld gerne verkauft. Ein Flauschepullover und eine
etwas dickere Hose und gut ist es - in der allergrößten Not noch einen Handwärmer oder eine Thermosflasche.
Der Winter 2010 war keiner dieser Winter. Von CIA und Mineralindustrie finanziert,
zeigte der den Kopenhagener Klimakünstlern die kalte Schulter. Aber wenn es nur die Schulter gewesen wäre - gut, dann eben noch wärmer anziehen. Aber das, was sich da seit Wochen sich sowohl vor der Tür
als auch im Frankenjura abspielte - das spottete jeder Beschreibung, jedenfalls jeder, der ein anständiger Frankenjurakletterer zu ertragen gewohnt ist. Wochenlang nur Schneefall und selbst die berühmten
Winterfelsen ein Totalausfall - denn auch zu sonnigen Winterfelsen braucht man eben eines unverzichtbar: Sonne!
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Bild oben: Uwe in Richtung Steinfelder Turm Bild rechts: Blick zurück zum Parkplatz an der Samestase, direkt vor Steinfeld.
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Nun, eine Zeitlang schaut man sich sowas schon mal an, aber irgendwann kommt da Lagerkoller auf. Als ich also Dieter und Uwe anrief und
ihnen den Plan von einer Besteigung des Steinfelder Turms unterbreitete war Dieter sofort dabei, Uwe fragte aber erst noch: “Wie heißt das Zeugs, das Du jetzt rauchst?”. “Nein, ich
rauche kein Zeugs, ich kann nur das Wetter nicht mehr ertragen....!” Je weiter man allerdings Richtung Steinfeld kam, umso höher wurde der Schnee und so konnte auch der gehfaulste Kletterer
nicht die wunderschöne Parkfläche vor dem Turm und der Wand verwenden - sie war schlicht weg zugeschneit und durch den von den Schneepflügen aufgeworfenen Schnee ohnehin nicht anfahrbar. Also vom
Parkplatz an der Samestase hinlaufen. Noch der angenehmste Teil des Wegs.
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Denn als wir die Straße verliesen und die wenigen Meter zum Turm stapften wurde schnell klar, daß das heute kompliziert werden sollte - und
das begann schon damit, daß trotz der hohen Bergstiefel uns diese schnell mit Schnee voll liefen - wir hatten einfach nicht mit Höhen über 20cm gerechnet. Und beim Aufstieg zum Turm ging der Schnee dann
sogar deutlich über das Knie hinaus... so bestand die erste Schwierigkeit vor allem darin, nicht gleich naß am Einstieg des Turms anzukommen. Aber auch der viele Schnee vor allem am Gipfel ist gut zu
sehen.
Bild oben links und links: Der Steinfelder Turm und rechts davon die Jurawand. Bild oben rechts: Uwe und Dieter (l. u. r.)
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Bild rechts:
Dieter beim Anziehen des Klettergurts, auch keine einfache Übung, da irgendwie alles, was man irgendwo ablegen will im Schnee versinkt. Die Frage, wer denn nun die größten Füße hat und am meisten
Schnee niedertreten kann beschäftigt uns daher erst mal für die nächsten Minuten.
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Bild links:
Na gut, es geht los. Erste seilschaftsrettende Maßnahme ist hier zunächst das Erreichen des ersten Hakens. Der sieht zunächst zwar nicht allzu hoch aus, doch ein Sturz wäre hier fatal, das Gelände fällt nach links unten ab, das wäre dann trotz Dämpfung durch weichen Schnee sicherlich nicht die wünschenswerteste Alternative zur Auflockerung eines Sonntag Nachmittags.
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Bild rechts: Blick zurück vom Steinfelder Turm in Richtung Straße.
Dieter stellt in diesem Zusammenhang fest, daß es gerade am Sonntag sinnvoll ist, rechtzeitig zum Fels zu fahren, da man dadurch noch alle
Routen frei wählen kann und sich nicht unter zahlreichen Seilschaften eine Tour teilen muß. Wir anderen sehen das genauso und freuen uns daher natürlich, die ersten am Fels zu sein. In Steinfeld an einem
Sonntag schließlich beileibe nicht üblich...
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Bild links:
Erste zaghafte Versuche zum Anklettern des ersten Hakens. Leider bereitet die Schneeauflage hier etwas Sorgen und auch die mitgeführte Handbürste bringt nur bedingt bessere Strukturen zum Vorschein - ein Teil der Griffe ist bereits mit Eis unterfroren, was das Freischaufeln von Griffen und Tritten zu einem Puzzlespiel mit kalten Händen macht.
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