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Jede Tour in Treunitz konnte ich bisher klettern, am “Duell” bin ich immer bedächtig
vorbeigeschlichen! Bei Michael Renner sieht dies anders aus, er ist auch eingestiegen. Liegt die höchste, von mir bisher erreichte Marke bei 10cm mit dem Fuß über dem Boden, befindet sich Mickey hier
bereits in traumwandlerischer Sicherheit schon am ersten Haken. Dabei ist die Stelle dorthin schon eine Schlüsselstelle, überhaupt vom Boden abzuheben eine Schlüsselstelle. Ich hätte euch das gerne
detailierter dargestellt, aber bis ich meine Kamera aus dem Futeral hatte, war er schon am ersten Haken. Hätte gehofft, daß man die an ihm in Wirklichkeit unsichtbaren Helium-Ballons vielleicht auf dem
Photo erkennt - aber nix zu machen, auch hier sieht man sie nicht!
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Dies erreichen und nochmal weiter ziehen. Jeder Zug bringt einen ab jetzt zu immer besseren Griffen. Die
Frage nur: Wieviel Kraft hat man schon an den unteren, sehr maximalkräftigen Zügen auf der kurzen, aber harten Strecke gelassen? Wie gut zieht man einen 6+ Zug, wenn man vorher einen 9+ Zug gezogen hat?
Quersumme: 9-, so die Schwierigkeitsangabe! Wie rechnet man hier die Schwierigkeitsangabe? Summe der Einzelstellen, mal drölf, geteilt durch das Körpergewicht? Bei mir muß da eine ziemlich
unwahrscheinliche Zahl rauskommen!
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Viele behaupten: Am ersten Haken ist es doch schon vorbei! Nein, stimmt nicht ganz. Nach dem Überklettern
des ersten Hakens ist es vorbei, Mickey hier noch unterhalb dieser Stelle. Dies liegt daran, daß die Trittmöglichkeiten in dieser Positon sehr beschränkt sind, man sieht gut, wie Mickey nach Tritten
kratzt, dabei sind die Hände noch nicht in solch Riesenhenkeln, daß man sich hier langes Rumstehen erlauben könnte. Ich brauche nicht dazu zu sagen, daß er sich dies natürlich auch nicht erlaubt. Die
Bilder sind im 5 Sekunden Abstand geschossen.
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Geschafft, so könnte man dieses Bild titulieren. Wer hier noch runterfällt, ist selber schuld oder einfach
zu blöd, bis da hin zu kommen (wie ich). Die zunehmende Fülle an Griffen sollte einen hier jedenfalls nicht mehr fallen lassen, zumal der einzige Zwischenhaken den Sturz zwar knapp über dem Boden, aber
dafür sehr hart für Mensch und Material bremsen würde. Weiß nicht, was man sich in so einem Fall wünschen sollte: Hart auf dem Crash Pad (richtig geschrieben?) aufkommen (so man eines hat, ich habs
nicht) oder hart ins Seil rein (Rückenverletzungen vorprogrammiert).
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Wie gesagt, noch nicht vorbei. Der anvisierte Griff eine schräge, aber sehr gute Lochkombination für die
rechte Hand, überhaupt nicht einfach zu erreichen, zumal die linke Hand in einem schwierig zu haltenden Seitloch steckt.
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So, noch kurz ein wenig obere Stelle in Form von Makulatur mitgemacht, ein wenig posen für die Kamera, nein,
mal kurz gekuckt: Da war doch wohl irgend ein Griff, der mir auf den Finger gedrückt hat! Naja, eigentlich auch egal, gehen wir halt den letzten Meter noch.
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