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Info: Ausschnitt aus meinem Kletterführer für die nördlichste Fränkische Schweiz
Silvester unter dem Rolandfels: „Da geht doch nie was!“
Als ich Anfang der Achtziger Jahre zum Alpenverein Lichtenfels (oder sagen wir besser: Ihren damals noch
aktiven Mitgliedern) stieß, kam recht bald – irgendwann feucht fröhlich in einer Runde sitzend – die Idee auf, dass das sonst übliche Abklettern im Oktober doch bei weitem zu früh wäre. Nach
zahlreichen Diskussionen über das mögliche Datum wurde schließlich der – unter anderem auch vom mir favorisierte 31.12. als Abklettertag ins Programm aufgenommen. Na gut, die Idee fand Beifall,
also am 31.12. raus zum klettern. Das Wetter war fürchterlich! Der Wind pappte im Ziegenfelder Tal den Schnee an die sonst schneefreien Felsen und irgendwer kam auf die Idee, die Rampe an der Altbabawand
zu klettern. Wir brauchten für diesen Dreier knapp 2 ½ Stunden, bis wir die Route im wahrsten Sinne des Wortes „freigekehrt“ hatten. Danach gleich heim an den warmen Ofen war mein Ziel, doch weit
gefehlt: „Ich kenne eine gute Höhle, da liegt Laub drin und zwei Flaschen Sekt habe ich auch dabei, da wird erst mal angestoßen!“ meinte Pit, Urgestein des Lichtenfelser Alpenvereins. In wenigen
Minuten querten wir im Schneegestöber nach links, und tatsächlich, in der kleinen, mit Laub gefüllten Höhle unterhalb von „Respekt“ am Rolandfels setzten wir uns in das bald meterdicke Laub, es
wurde sogar richtig kuschelig damit, wir tranken unseren Sekt aus Plastikbechern. Es war noch etwas hell, ich kannte den Fels noch nicht, befreite mich aus meinem Himmelbett aus Laub und suchte nach
neuen Linien. Unsanft wurde ich aus meinem Suchen gerissen: „Komm her und trink, da geht doch nie was!“
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