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Frankenjura Die Wassermannwand
Einsame Klettereien im nördlichen Ziegenfelder Tal
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Bilder oben und oben links:
Die Wassermannwand, nur wenige Meter rechts der Schammendorfer Wand gelegen (im Bild oben sieht man schon links hinten die ersten Ausläufer der Wand). Heiner befindet sich oben rechts im “Hakenklauweg”, einem Weg von Hermann Luschner aus den Siebziger Jahren. Lange Zeit war dieser Weg der einzige Weg an der relativ kleinen Wand, bis zu Beginn des Jahrtausends rechts und links zwei weitere Wege hinzu kamen. 2004 kam schließlich noch ein schöner Weg am linken Rand der Wand hinzu, in dem sich Johanna hier in den Bildern oben und rechts befindet. Die Führen bewegen sich alle im Grad 6- bis 7-, Grund genug, sich die Wand nochmals genauer anzusehen. Beim Ablassen über den Hakenklauweg war klar: Hier muß noch eine Route rein und schnell war klar, das dies womöglich die schwerste Route in Schammendorf werden würde. Also Stromaggregat ins Auto gepackt, Heiner motiviert und auf zur Wand. Rein mit den Haken, trocknen lassen und am nächsten Tag klettern! Es muß schnell gehen, der Winter naht, die Tage werden merklich kürzer!
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Bilder oben:
Beim Einbohren der Route trat dann ein ungewöhnliches Problem auf, daß ich erst beim Ausladen des Aggregates aus dem Auto bemerkte: Ich hatte kein Stromkabel mitgenommen! Zunächst war der Ärger groß, in zwei Stunden würde die Sonne untergehen, also wäre der Tag heute verschwendete Zeit. Irgendwo sonst hin zum Klettern - lohnt nicht mehr in der Kürze der Zeit, aber so heimfahren? Ich erinnerte mich daran, daß meine dieses Jahr erst erworbene Bosch aus der Profi Serie ein sehr lange Kabel besitzt - das Stromaggregat mit nach oben ziehen, geht das? Nun, Heiners Honda ist gerade mal 11kg schwer, es könnte klappen! Also vor Schreck erst mal einen Schluck genommen (oben links) und das komplizierte Manöver (wir hatten auch nur ein Seil dabei, also beide Enden benützen) ausgeführt. Das Ergebnis wurde eine Route, die dann - im Gegensatz zur ursprünglichen Annahme - doch schwerer ist als “nur” im 7. Grad und bis die Route ausgeputzt und dann endlich geklettert war, dauerte es dann doch noch sechs Versuche. Immerhin ein Ziel wurde erreicht: Mit “Kabellos in Schammendorf” (der Titel drängte sich natürlich auf) extistiert nun die einzige Route im 8. Grad im ansonsten von eher leichten Klettereien geprägten Gebiet. Klar, man muß nicht dort hinfahren, andere Gebiete sind attraktiver. Andererseits: Warum nicht hinfahren? Das muß jeder selbst entscheiden!
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