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Meteora im Winter: Das hatten wir uns vorgenommen. Wie hinkommen, das war die Frage. Damals war es noch
möglich, über Ex-Jugoslawien zu fahren, also taten wir dies. Anfänglich ging das noch so einigermaßen gut, bis Belgrad kamen wir ohne größere Probleme (außer deren an der Grenze). Dann wird das ganze
ziemlich wild. Die Autobahn endet und die Fahrt über Landstraßen mit Schlaglöchern, größer als unser Auto, begann! Schon das Tanken war uns nicht geheuer, ständig wurde man angesprochen von Leuten, die
D-Mark wollten! Außer zum Tanken haben wir dann auch nicht mehr angehalten, man kann sich einigermaßen vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man zu viert in einem Opel Kadett 25 Stunden verbringt (so
lange dauert die Fahrt). Nicht sehr gut, auch wenn das Passieren der griechischen Grenze (“Gott sei Dank, wir sind wieder in der EU!”) schon einiges an Erleichterung brachte.
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Die ersten Erkundungen: Gar nicht so einfach, überhaupt die Felsen zu finden bei der Suppe, aber diesen
Felsen haben wir gleich als erstes angesteuert: Die Spindel, einer der markantesten Strukturen Meteoras und demzufolge auch unser erstes Ziel: Da wollten wir hoch, egal auf welchem Weg, egal wie. An
diesem Tag aber die erste Ernüchterung: Würde das gehen, wie schnell trocknet das ab? Denn: Unser erstes Ziel war nicht nur naß, es war nässer!
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Nein, weiter warten ging einfach nicht! Als es gegen Abend dann so einigermaßen abgetrocknet hatte, sind wir
hochgelaufen zur Spindel! Angeseilt und los ging es! Fürchterlich schwer taten wir uns, die zwei Seillängen und Stellen a1/5- zu überwinden. A1, das ging immer noch, brauchten nicht mal eine Leiter! 5-
dann fast unmöglich, es war eben einfach noch zu glitschig an den Kieseln, sobald die Haken weiter auseinander lagen, dauerte das unendlich lange, bis man sich traute, den nächsten Haken anzuklettern. Es
wurde dunkler und dunkler, aber wegen der paar Meter, da kehrt man doch nicht um. Im allerletzten Licht des Tages kam ich oben an, Klaus allerdings dann bei völliger Dunkelheit und durch das lange Warten
auf mein Weiterkommen auch völlig durchfroren. Machte uns aber nichts, wir waren oben! Die erste Meteora-Route war geschafft, mal sehen ob das Wetter mitspielen und uns noch mehr gelingen könnte!
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Warten, trotz schönen Wetters - es dauerte, bis die schon erwähnte Flechtenauflage trocknete. So konnten wir
denn auch erst am Nachmittag in die 5 Seillängen kurze Ostkante am Doupianifels einsteigen (meist 3. bis 5. Grad, eine Stelle (nur 4m) 7). Erste Eingewöhnung an die Kieselkletterei, die aber auch deshalb
so gewöhnungsbedürftig ist, weil die Haken im leichten Gelände zum Teil barbarisch weit auseinander liegen.
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Blick vom Gipfel der Ambaria auf Kastraki. Schön sieht man, wie das Dorf von den Felsen umschlossen wird.
Daher braucht man nicht unbedingt ein Auto, um in Meteora klettern zu gehen, überlegenswert ist auch ein Flug bis Thessaloniki und die Weiterreise mit Bahn und Bus.
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Ambaria Fels, Südwand-Diagonale (6). Gerade hoch geht ja, aber ständig diese Quergänge! Die rauben einem den
letzten (Quergangs-) Nerv! Übringens: Das Haus auf dem Hügel im Hintergrund ist der Alterssitz von Dietrich Hasse, Erstbegeher der Hasse/Brandler, Große Zinne Nordwand, Dolomiten.
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Zur zweiten Seite der Galerie: Meteora im Winter kommt ihr mit Klick auf die Schrift oder auf die unteren Bilder.
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Na so hatten wir uns das Ganze dann doch nicht vorgestellt! Wieso fährt man eigentlich 1200 km nach Süden,
um dann Schnee vorzufinden. Der Führer rät dazu: Schneelagen sind in Meteora verhältnismäßig selten, klasse! Wir hatten mal wieder so einen seltenen Fall. Zwei Tage zur Untätigkeit verdammt erkundeten
wir eben erst mal die Umgebung. Auch nicht schlecht, denn glücklicherweise verzog sich der Spuk innerhalb kürzester Zeit und das Wetter verwöhnte uns - zum Ausgleich für den ersten Schock - von nun an!
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Na bitte, wer sagt’s denn! Nach zwei Tagen Regen nun strahlend blauer Himmel! Die Felsen beginnen
direkt im Basisort Kastraki, welcher U-förmig von ihnen umringt ist. Jetzt angreifen, dachten wir, aber halt: Tatendrang noch bremsen, denn eines hatten wir nicht bedacht: Auf den Felsen liegen Flechten,
die sich bei Regen vollsaugen und dann das Klettern auf den ausschließlich auf Reibung an den herausstehenden Blöcken des Konglomerats basierenden Griffen und Tritten fast unmöglich machen. Die im Bild
sichtbaren dunkleren Bereiche der Felsen sind solche Flechten. Sie trocknen erst einige Tage nach dem letzten Regen aus. Also - weiter warten?
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Na also, langsam wird das Wetter so, wie es denn werden soll. Blick am Morgen aus unserem
“Kühlschrank”, einem Fremdenzimmer in Kastraki, in das wir uns eingemietet hatten. Kühlschrank haben wir unser Zimmer deshalb genannt, weil es kalt war - und blieb, denn Heizung gab es keine!
Der einzige beheizte Raum in vielen griechischen Häusern ist nun mal die Küche. Dort brannte auch immer ein Feuer. Wer es warm haben wollte, der mußte dann eben dort hin!
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Also gut, wenn schon schlecht abtrocknend, dann müssen eben Südseiten her. “Über den Hexenhals (6-) am
Ambaria, direkt über der größeren Stadt am Rande von Meteora, Kalambaka liegend. Im Bild wieder zu sehen: Die leichteren Ausstiege aus den schweren Seillängen (9 SL) sind praktisch nicht gesichert, 20m
ohne Haken ist hier schon mal drin!
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Der Gipfel der Ambaria, nicht sonderlich spektakulär, ein Steinhaufen mit Kassette. Im Bild Hintergrund: Die
große Heilige. In früheren Zeiten brachten die Hirten ihre Schafe auf den Gipfel der großen Heiligen, um sie vor Raubzügen feindlicher Soldaten zu schützen. Interessant dabei: Der leichteste Anstieg auf
die große Heilige bewegt sich im Schwierigkeitsgrad 3. Frage an alle ambitionierten Kletterer: Hat schon jemand mal eine Tour geklettert mit einem Schaf auf dem Rücken (denn so brachten die Hirten ihre
Schafe dort hinauf)?
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Bantowafels am Abend. Der Zustieg zur Westkante (7- oder 5a1: die wenig ausgeprägte Kante an der
rechten Seite des großen Loches in Wandmitte) war unser Ziel am hereinbrechenden Abend. Nach dem etwas kompliziertem Zustieg erwartet einem eine schöne Wandkletterei mit (da technisch erstbegangen) guter
Absicherung. Doch ganz hat das Licht des Tages dann doch nicht gereicht. Die letzten beiden der acht Seillängen im 3. Schwierigkeitsgrad haben wir uns gespart und sind lieber über die Route als über
den uns unbekannten NO-Weg abgeseilt. War auch besser so. Es reichte schon der anschließende Kampf im Dunkeln durch das stachlige Unterholz bis zum Parkplatz.
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