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Sardinien Trauminsel im Mittelmeer
Reiseinformationen - beste Reisezeit
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Auf Sardinien ist es im Prinzip möglich, das ganze Jahr zu klettern. Allerdings mit kleinen Einschränkungen: Ein Besuch
im Sommer ist für den normalen, an Frost gewöhnten Mitteleuropäer undenkbar, es ist einfach zu heiß. Die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt in den Monaten Juli und August 29 bzw. 31°C, was bedeutet, daß das
Thermometer auch am Abend kaum unter 25° sinkt und über Mittag regelmäßig 35° und mehr erreicht werden! Weiterhin nicht empfehlenswert sind die Wintermonate, da hier (v.a. im Nov. und Dez.) die Regenzeit einsetzt,
es regnet dann bis zu 10 Tagen pro Monat. Als freundlichste Monate mit noch erträglichen Temperaturen sind hier der Mai und Juni, bedingt auch der September und Oktober zu empfehlen, obwohl die Natur natürlich im
Frühjahr am schönsten ist, im Herbst ist das Land, bedingt durch den sehr heißen Sommer, sehr ausgedörrt. Unbedingt zu vermeiden sind die Monate Juli und August, nicht nur wegen der Preise (siehe weiter unten).
In diesen Monaten überschwemmen wegen der großen Ferien die Festlandsitaliener das Land, so daß kaum mehr Fähren, Hotelbetten frei sind, sogar die Campings sind dann gnadenlos überfüllt.
Bewegung auf Sardinien, Straßenverhältnisse:
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Auf Sardinien kommt man eigentlich - v.a. als Kletterer - nur mit dem Auto ans Ziel seiner Wünsche. Die Straßen sind
dabei (außer gelegentliche Ortsdurchfahrten, die entsprechend eng sind) als vorbildlich zu bezeichnen, die Teerdecken sind in zum Teil deutlich besserem Zustand als etwa in Deutschland auf den Landstraßen, lediglich
die Beschilderung ist manchmal etwas archaisch gehalten. Über sein Vorwärtskommen im Landesinneren sollte man sich allerdings dennoch keinen Illusionen hingeben: So brauchten wir für die etwa 200km lange Strecke
zwischen den Klettergebieten Cala Gonone und Isili satte 6 Stunden - der Tachometer meines Alfas überschritt wegen der vielen Kurven nur sehr selten die magische Marke von 50 km/h!
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Einziger Garant für ein einigermaßen zügiges Fortkommen: Die autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraße, die sog.
“Superstrada”, welche den Norden (Olbia) über eine Schleife nach Westen (Oristano) mit dem Süden (der Hauptstadt Cagliari) verbindet. Das Verkehrsaufkommen ist hier (außer in den Sommermonaten) immer
noch vergleichsweise gering und es fällt auch keine (wie sonst in Italien üblich) Straßengebühr an. Leider befinden sich nicht alle Klettergebiete der Insel nahe der Superstrada, weshalb schon bei der Urlaubsplanung
darauf geachtet werden sollte. Empfehlenswert ist die Lösung: Sich von Norden her kommend auf den Landstraßen von Klettergebiet zu Klettergebiet zu kämpfen, um dann am Schluß von den im Süden liegenden Gebieten
Domusnovas und Iglesias in nur 4 Autostunden bequem wieder nach oben zu jeten.
Unterkünfte:
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Die meist einfachste Möglichkeit, nahe an den Klettergebieten unterzukommen ist immer noch der Campingplatz. Sie sind
über die ganze Insel, allerdings meist an der Küste, verstreut, öffnen aber oft erst ab Mitte Mai. Die Plätze sind meist sehr sauber und bieten genügend Comfort, alles zusammen zu aktzeptablen Preisen! Zu zweit
zahlt man meist zwischen 15 und 20 Euro pro Nacht.
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Wer es gerne etwas komfortabler haben möchte, bitte schön! Die Albergos, hier meist Hotel genannt, bieten in der
Nebensaison schöne Zimmer zu vernünftigen Preisen, hier abgebildet: Il Pioppo, direkt an der Hauptstraße im Klettergebiet Isili. Keine Angst, das Hotel ist nicht geschlossen - nur werden zum Schutz gegen die
sengende Sonne bei Tage fast alle Rolläden runter gelassen! Il Pioppo ist für Isili Besucher übrigens sehr zu empfehlen, gibt es doch hier einen speziellen “Climber Tarif” (siehe Preise).
Preise: Des Kletterers Freud, des Sommertouristen Leid: Weil die Insel im Juli und August nur so von Touristen
überschwemmt wird, haben die Sarden nur zwei Monate Zeit, um ihr Geld fürs ganze Jahr zu verdienen! Dies schlägt sich am deutlichsten in der Preissituation nieder. Für zwei Personen mit Zelt und Platz ist man in der
Nebensaison selbst auf den noblen Campings selten über 20 Euro los, im August exakt das doppelte. Extremer sogar noch in den Pensionen. So hat beispielsweise der Besitzer des “Il Pioppo” in Isili eine
eigene, sicherlich erfolgversprechende Variante entwickelt, um in der Nebensaison seine Zimmer zu füllen: Während der Normalpreis für ein Zweibettzimmer dort bei 95.000 L liegt, kann man dies mit dem “Climber
Tarif” für 60.000 L mieten (mit Frühstück!). Beim Essen verhält es sich ähnlich: Im Landesinneren ist es in der Nebensaison immer noch möglich, zu zweit für ca. 15-18 Euro zu Essen und zu Trinken (Ausnahme:
Wer auf Bier in Italien nicht verzichten kann, zahlt natürlich etwas mehr!). Manchmal fast unglaublich, ist man doch zur selben Zeit in Arco da ziemlich genau das doppelte los! Aber auch hier das gleiche Spiel: Zur
Hauptsaison steigen plötzlich und unerwartet - die Preise - für die selbe Gegenleistung!
So, genug der Reiseinformationen.
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