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November

Sardinien
 Sardiniens Osten

Die Klettergebiete rund um Cala Gonone: Der Sektor: Il Budinetto

Bild oben: Der Sektor “Il Budinetto”, welcher für den Anfänger und den gemäßigten Kletterer eine Vielzahl von Routen bietet, die höchsten Schwierigkeiten erreichen hier maximal den Grad 6a (6+). Die Klettereien bewegen sich hauptsächlich auf Platten, sind allerdings, im Gegensatz zu vielen anderen italienischen und französischen Platten - hervorragend abgesichert. Die Wand ist länger, als man denkt, die allermeisten Führen bestehen aus zwei Seillängen, die man allerdings stets klettern sollte, es lohnt sich!

Blick vom Sektor zurück aufs Meer. Für den schweißtreibenden Aufstieg nach oben (mit dem Auto kann man maximal bis zu dem im Bild sichtbaren, ca. 2cm rechts des Busches befindlichen Turm des Betonwerkes hochfahren) gibt’s zur Entschädigung wenigstens einen schönen Meeresblick. Glück für alle Kletterer, die meist ja keine Frühaufsteher sind: Vor 17.00 Uhr braucht man hier nicht anzurücken, die gnadenlose Sonne macht alle Aktionen zunichte, die Wand steht nach SO gerichtet und ist daher schon ab den Morgenstunden gnadenlos in der Sonne. Will man zumindest noch ein klein wenig vom Tag haben, muß man allerdings bei praller Sonne aufsteigen. Die 30 Minuten führten allerdings bei uns zu extremen Flüssigkeitsverlusten, weitere 30 Minuten im Schatten sitzten, trinken, sollte auf den Anstieg mit draufgerechnet werden, vorher ist es kaum möglich, einen Fels anzufassen!

Auch um 17.00 Uhr noch nicht ans Klettern zu denken: Der hohe Plattensektor auf der rechten Seite der Wand, z.T. bis zu 3 Seillängen.
Der weiße Fleck da oben rechts ist der aufgehende Mond, ein Zeichen, daß wir nicht gerade früh dran sind. Allerdings zeigt das Bild rechts: Sogar abends noch Sonne (manchmal zuviel!)

“Bärli” (Webmaster’s Frau) macht sich auf den Weg zum Abbauen. Nachdem ich feststellen mußte, daß 70m eben 10m zu kurz für 2 SL sind, gab das dann eine etwas komlizierte Jojo Aktion, die meine Frau anfänglich etwas bedenklich stimmte.

Hier kann man mal posen (solange es keiner sieht): Der Webmaster in einer 6a. Bei solcher Rauhigkeit und solchem Fels sollte das Klettervergnügen nicht nach 20mn aufhören. Ich machte 2 SL auf einmal, allerdings reichte dann das 70m Seil nicht ganz nach unten. Mit den inzwischen erhältlichen 80m Seilen ginge es!

Jetzt aber wirklich “abbauen”. Zwar noch ein wenig hell, aber ab 21.30 Uhr hängt einem der Magen langsam wirklich auf Halbmast und in totaler Dunkelheit auf den Rückweg - das sollte bei dem leicht dorigem Weg auch nicht unbedingt das Ziel diese Ausflugs werden!

Jetzt aber schnell zurück zum Camping! Hat sich mal der Schatten über das ganze Land ausgebreitet, sollte man schnell handeln, der Übergang zwischen Helligkeit und Dunkelheit vollzieht sich (Sardinien liegt südlicher, als man denkt!) ab dann in rasender Geschwindigkeit. Zurück zum Camping, zur bitter nötigen Dusche, noch ein wenig essen, sardischer Wein...
...an manche Tagesabläufe gewöhnt man sich schneller, als man denkt!

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