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Sardinien Sardiniens Osten
Impressionen rund um Cala Gonone
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Impressionen rund um Cala Gonone: Wir fahren durch den Basistunnel, mit dem man die kleine Stadt an der
Küste erreicht. Ich studiere meinen Kletterführer, halte an und bin fast geschockt. Vor mir, ein Felsriegel von den Ausmaßen von Nago (Arco, Italien) und keine Tour drin? Kann das sein. Ich wäre fast am
liebsten wieder heimgefahren, hätte mein Aggregat und 500 Bohrhaken geholt, aber konnte ja nicht wieder so leicht heimfahren! Später habe ich erfahren, daß hier schon die ersten 20 Touren erschlossen
sind, aber 20 im Verhältnis zu 200, die sicherlich möglich wären, was ist das schon? Hier wird die Zukunft sicherlich einiges bringen.
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Ein kleines aber feines Klettergebiet ist der Sektor “Il Tornanti”, wie der Name schon sagt ein
Fels, nahe der Straße in einer Kehre gelegen. Hier kommen allerdings mit Sicherheit nur Frühaufsteher zum Zuge, denn spätestens ab 11.00 Uhr morgens läßt die gnadenlose Sardische Sonne hier kein Klettern
mehr zu
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Die Bucht von Cala Fuili, von Cala Gonone in wenigen Minuten mit dem Auto über die Küstenstraße zu
erreichen, die dort endet. Hier kann man nun in die Bucht absteigen und im glasklaren Wasser baden - oder eben - klettern. Hier wurden seit der letzten Auflage des Oviglia Führers sehr viele Neutouren
erschlossen. Ein kleiner Cala Gonone Führer ist im Ort erhältlich.
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Im Tal hinter der Cala Fuili: Allein dieses Tal rechtfertigt schon eine Woche Aufenthalt, viele tolle Touren
sind dort in letzter Zeit entstanden, viele allerdings noch nicht in den Führern verzeichnet, das Potential ist allerdings immer noch enorm.
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Zurück in der Cala Fuili: Zahlreiche Routen existieren direkt an den Felsen, über denen die Straße aus Cala
Gonone endet, sicherlich wunderschöne Wandklettereien. Ich habe sogar einige Italiener beobachtet, die dort kletterten. Für den Normal-Mitteleuropäer nordischen Typs halte ich allerdings für unmöglich,
schon im Mai: Zu heiß!
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Ein erstaunter Alfa Romeo schaut auf die Bucht von Cala Gonone und deren Klettermöglichkeiten. Vor Schreck
hat er auch gleich noch auf der falschen Steite geparkt. Der Vorteil an Sardinien: Nicht gleich kommt eine Polizeistreife vorbei, die einem darauf aufmerksam macht (oder wenn, dann nur in höflicher Form)
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So groß, daß das Weitwinkel herhalten muß: Der Sektor “La Poltrona” mit seinen riesigen, bis zu
4 Seillängen dauernden Plattentouren. Vor allem die “Deutsch Wall” von 1985, mit ihren 4 Seillängen im Grad hart 6c und den 10m Hakenabständen wurde zum Mythos. Bis heute sehr selten
wiederholt, setzte sich der Erstbegeher Heinz Mariacher ein eigenes, sehr frühes Denkmal seines Könnens!
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Abstieg in die Bucht von Cala Fuili. Immer wieder am Rande sichtbar: Neu erschlossene Kletterführen, leider
halt sehr viel in der Sonne. Bei einigen Formationen kann man fast direkt vom Strand aus los, einige Felsen sind dagegen in dem der Bucht ins Landesinnere folgenden Schlucht zu finden. Die Schlucht zieht
sich kilometerweit ins Landesinnere und die im Maurizio Oviglia-Führer beschriebene “Codula Fuili” mit Top Touren in überhängendem, rotem Sintergestein mit Schwierigkeiten zwischen 6c+ und
7c+ ist nicht leicht zu finden - die Touren entschädigen allerdings für den mühevollen Anstieg! In der Schlucht hat sich allerdings auch einiges getan: So ist Anzahl der Routen innerhalb von 5 Jahren
nahezu explodiert, viele neue, traumhafte Felsformationen wurden erschlossen.
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Phantastische Sinterstruckturen, extrem rauh, laden ein, hier gleich “Hand anzulegen”. Aber
Vorsicht: Die Rauhigkeit des Gesteins geht enorm auf die Finger, ein Klettertag heißt hier u.U. ein folgender Ruhetag. Und zwischen 7a und 7b an Kletterschwierigkeit sollte man auch draufhaben!
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Bei dieser Landschaft muß man für gute Bilder nicht mal photographieren können, einfach abdrücken reicht hier
vollkommen. Links die Bucht von Cala Fuili, rechts der Blick zurück nach Cala Gonone.
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Manchmal braucht man noch nicht mal zu klettern, die bloße Bewegung reicht aus, um kaputt zu sein. Im Bild: Ein von der
Hitze paralysiertes “Bärli”, an der Wasserflasche hängend. Je nach Wetterlage ist es möglich, im Mai und Juni und im September/Oktober hier zu klettern. Wir waren Ende Mai/Anfang Juni auf der Insel, aber
selbst hier hielt uns z.T. die Hitze vom Klettern ab. In den Sommermonaten ist es dagegen definitiv unmöglich, dort zu klettern. Das Frühjahr hingegen bietet angenehme Temperaturen in Zusammenhang mit noch (siehe
Bild links) leeren Campingplätzen zu günstigen Preisen. Alles blüht - sicherlich die schönste Zeit auf Sardinien.
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