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Das Absicherungssystem ist zwar nicht unbedingt blöd, jedoch für den nicht “Uneingeweihten” sehr schwer zu
durchschauen, daher hier die Aufklärung: Im Fels (1) befindet sich lediglich ein gebohrter Stift (2), Durchmesser 10mm, allerdings mit einer Aussparung, Durchmesser 8mm. Die Hakenöse (3) ist dagegen vom Kletterer
mitzubringen. Sie besitzt ein kreisrundes Loch (Durchmesser 10mm) und ein anschließendes Langloch (Durchmesser 8mm). Was passiert also: Phase 1: Kletterer klettert Stift an. Steht vor dem Stift und schaut dumm, da
er nix einhängen kann. Phase 2: Kletterer nimmt die Hakenöse vom Gurt. Die Hakenose passt allerdings nur an dem kreisrundem Loch über den Stift (im Bild oben). Man kann sie bis in die Ausfräsung des Stiftes
schieben. Anschließend (und jetzt kommt der Gag) wird die Hakenöse um 180° gedreht und nach unten über das Langloch geschoben (Ausfräsung am Stift und Langloch beide 8mm) und die Öse hängt mit dem 10mm Loch nach
unten. Phase 3: Einhängen eines Karabiners. Die Karabiner haben meist einen Durchmesser größer als 8mm, so daß sich die Öse nicht mehr drehen und von dem Stift herunterrutschen kann, da ja das große Loch durch den
Karabiner blockiert ist.
Einziger Nachteil des Systems: Phase 4: Kletterer fliegt ab zwischen Phase 1 und 3, bis er die Öse auf den Haken
draufgefummelt hat. Weiterer Nachteil: Man muß jemanden kennen, der solche Dinger hat, denn man braucht logischerweise für jeden Haken auch eine eigene Öse und das können in den vielen, zum Teil nur technisch zu
kletternden Wänden an der “Außenseite” des Klosters bis zu 20 Stück pro Seillänge sein. Na denn viel Vergnügen...
Daher habe ich euch gleich mal unten ein Topo von den hohen Wänden in Montserrat angehängt, damit ihr gleich wißt,
worauf ihr euch da einlaßt bei so einer Geschichte....
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